Prävention und Gesundheitsförderung

Wenn erste Belastungen auf die Gesundheit schlagen, helfen spezielle Präventionsleistungen der Rentenversicherung.

Eine Frau macht Übungen beim Joggen. Bildnachweis: wdv © Lauer. Jan

Ziele der Gesundheitsförderung

Die Belastungen im Arbeitsleben nehmen zu, Menschen arbeiten länger und Unternehmen sind vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels daran interessiert, dass ihre Mitarbeiter langfristig gesund bleiben. Zudem steigt das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung. Diesen Wandel begleitet die Deutsche Rentenversicherung und bietet Präventionsleistungen an.

Dahinter stehen verschiedene mehrwöchige bis mehrmonatige berufsbegleitende Maßnahmen, die für die Versicherten kostenlos sind. Dabei erhalten sie einen Gesundheitscheck, Sport- und Bewegungsangebote sowie Kurse im Umgang mit Stress (Inhalte).

Gesundheitliche Voraussetzungen

„Leistungen zur Sicherung der Erwerbsfähigkeit“ – so der Fachbegriff für Präventionsleistungen der Rentenversicherung – richten sich an alle Menschen, die beruflichen und privaten Belastungen ausgesetzt sind und schon erste gesundheitliche Beeinträchtigungen spüren. Zu diesen Beeinträchtigungen zählen zum Beispiel Atemwegsprobleme, wiederkehrende Schmerzen, psychische Belastungen oder Gewichtsprobleme. So sind Präventionskurse zum Beispiel interessant für

  • Schichtarbeiter,
  • Alleinerziehende,
  • Menschen, die Angehörige pflegen,
  • Führungskräfte oder
  • Arbeitnehmer mit körperlich oder psychisch belastendem Arbeitsumfeld (Straßenbau, Pflege, Krankenhaus).

Versicherungsrechtliche Voraussetzungen

Es gibt unterschiedliche Voraussetzungen. Die meisten Arbeitnehmer erfüllen die Bedingung, dass sie in den letzten zwei Jahren sechs Kalendermonate Pflichtbeiträge in die Rentenkasse eingezahlt haben.

  • Tipp: Wenn Sie unsicher sind, ob Sie die versicherungsrechtlichen Bedingungen erfüllt haben, können Sie dies am Servicetelefon der Deutschen Rentenversicherung unter 0800 1000 4800 erfragen.

Vier Phasen

Ziel von Präventionsleistungen ist es, die Gesundheit nachhaltig zu stärken. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Präventionsprogramme, die sich aber alle in vier Phasen unterteilen:

  • Initialphase: Gruppen von zehn bis 15 Teilnehmern kommen zu einer mehrtägigen stationären oder ganztägig ambulanten Initialphase in einer Reha-Einrichtung zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Themen Bewegung, Ernährung und Umgang mit psychischer Belastung. In dieser Phase wird ein Trainingsplan erstellt, bei dem auch die persönlichen Ziele berücksichtigt werden (wie etwa „weniger Stress“, „besserer Umgang mit einschneidenden Erlebnissen“, „abnehmen“ oder „mehr Beweglichkeit“).
  • Trainingsphase: Die Gruppe trifft sich jetzt für mehrere Wochen oder Monate in ihrer Freizeit in einer Reha-Einrichtung. Auf dem Plan stehen Bewegung und Sport, aber auch Gruppengespräche und Entspannungsübungen.
  • Eigeninitiative: Jetzt kommt es auf jeden Einzelnen an: Das Erlernte wird eigenständig in die Praxis umgesetzt. Viele Mitglieder einer Gruppe treffen sich oft auch weiterhin privat, um Sport zu treiben und sich auszutauschen.
  • Auffrischung: Jetzt geht es noch einmal für ein oder zwei Tage zurück in die Klinik. Mehre Module sorgen dafür, dass das Erlernte nicht in Vergessenheit gerät. Zudem beraten die Therapeuten der Klinik, sollte es noch Probleme mit der Umsetzung der persönlichen Ziele geben.

Weitere Informationen

Erklärvideo Prävention: Mit Freude leben und arbeiten

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