Nach der Reha: Nachsorgeleistungen

Nach einer Reha ist oft noch nicht Schluss: Um Therapieerfolge langfristig zu festigen, können Sie Nachsorgeleistungen erhalten.

Ein Mann sitzt auf einem Sitzball und bekommt Hilfestellung von einer Therapeutin. Bildnachweis: fotolia.com © zinkevych

Nachsorgeleistungen

Der Anspruch der Ärzte und Therapeuten in einer Rehabilitationseinrichtung ist es, langfristig zu helfen. Damit das klappt, wird in der Regel schon während eines Reha-Aufenthaltes die Nachsorge geplant. Dabei gibt es mehrere Angebote:

 

  • IRENA (Intensivierte Reha-Nachsorge): Diese Angebote richten sich an Menschen, die mehrere gesundheitliche Probleme haben. Um möglichst individuell zu helfen, gibt es verschiedene Therapiefelder, die sportlich, psychologisch oder informativ ausgelegt sind. Leistungen aus mindestens zwei dieser drei Felder werden bedarfsgerecht kombiniert. Typische IRENA-Angebote sind Ernährungsberatung, Sport, Physio- oder Arbeitstherapie.

  • Psy-RENA (psychosomatische Reha-Nachsorge): Hier werden Verhaltensweisen und Strategien zur Stress- und Konfliktbewältigung vermittelt. Psy-RENA wird vor allem im Anschluss an eine psychosomatische Rehabilitation verordnet, in Ausnahmefällen aber auch nach einer somatischen Rehabilitation.

  • T-RENA (trainingstherapeutische Reha-Nachsorge): Hierzu steht Krafttraining an medizinischen Geräten im Vordergrund. T-RENA ist die richtige Wahl bei Funktionseinschränkungen am Haltungs- und Bewegungsapparat. 

  • Reha-Sport: Ausdauer, Kraft, Koordination und Flexibilität stärken - darum geht es im Reha-Sport, der in der Regel kein Gerätetraining beinhaltet. Das Angebot ist vielfältig: Gymnastik, Bewegungsspiele, Wassergymnastik. Für Menschen mit Herz-Kreislauferkrankungen gibt es spezielle Herzsportgruppen. Anbieter sind in der Regel Sportvereine und Fitnessstudios.

  • Funktionstraining: Anders als beim Reha-Sport, der eher ganzheitlich angelegt ist, stehen beim Funktionstraining einzelne Muskelgruppen oder Gelenke im Fokus. Entsprechend dürfen nur Spezialisten wie Physiotherapeuten und Ergotherapeuten Funktionstraining anbieten. Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Aber auch bei Erkrankungen oder Funktionseinschränkungen der Stütz- und Bewegungsorgane wird Funktionstraining verordnet. Auf dem Programm stehen Trocken- und/oder Wassergymnastik.

  • Sucht-Nachsorge: Damit der Schritt raus aus der Abhängigkeit auch nach der Sucht-Reha langfristig gelingt, gibt es Angebote in psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstellen.

 

Lassen Sie sich bei der Wahl der passenden Reha-Nachsorge von Ihrer Reha-Klinik beraten. Die Deutsche Rentenversicherung listet alle Vertragspartner und Angebote unter www.nachderreha.de auf. 

 

 

Tipp:

Haben Sie eine Verordnung erhalten, informieren Sie bitte auch Ihren behandelnden Arzt über die bewilligte Nachsorgeleistung, indem Sie ihm die Ausfertigung der Verordnung für den behandelnden Arzt bei Ihrem nächsten Arztbesuch übergeben. Sie profitieren von einer vollständigen Krankenakte.


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