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Basisrenten-Check

Basisrenten-Check

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Basisrenten-Check
1) Sind Sie Beamter, Angestellter oder Selbstständiger?
 
Für Sie ist die Basisrente sozusagen das „dritte Rad“ am Wagen. Wollen Sie zusätzlich fürs Alter sparen, kommen für Sie vorrangig die Riester-

Für Sie ist die Basisrente sozusagen das „dritte Rad“ am Wagen. Wollen Sie zusätzlich fürs Alter sparen, kommen für Sie vorrangig die Riester-Rente und die betriebliche Altersvorsorge in Frage. 

Falls Ihr Arbeitgeber Ihnen kein anderes Angebot macht, haben Sie in jedem Fall Anspruch darauf, per Entgeltumwandlung auf eine sogenannte Direktversicherung anzusparen. Das ist ein Lebensversicherungsvertrag, den der Arbeitgeber (als Versicherungsnehmer) für einen Arbeitnehmer (als versicherte Person) abschließt. Bezugsberechtigt sind der Arbeitnehmer oder seine Hinterbliebenen. 2014 können von Ihrem Bruttogehalt 238 Euro pro Monat (2.856 Euro im Jahr) auf einen solchen betrieblichen Vorsorgevertrag überwiesen werden. Entsprechend sinken Ihr zu versteuerndes Einkommen und Ihre Beiträge an die Sozialversicherungen.

Zusätzlich können Sie pro Jahr weitere 1.800 Euro steuerfrei (aber nicht sozialversicherungsfrei) einzahlen. Steuerfrei bleiben damit 2014 Einzahlungen in Höhe von insgesamt maximal 4.656 Euro.

Wichtig noch: Bei einem Jobverlust können Sie die Direktversicherung auf eigene Faust fortführen. Dann sollten Sie aber umgehend dafür sorgen, dass Sie als Versicherungsnehmer (statt vorher Ihr Arbeitgeber) in den Vertrag eingetragen werden. Dann fallen im Alter für Sie nämlich wahrscheinlich geringere Sozialversicherungsbeiträge an.

Gegebenenfalls können Sie den Vertrag in der Zeit der Arbeitslosigkeit beitragsfrei stellen. Bei vielen Anbietern ist dies ohne Weiteres möglich. Soweit zu Ihrem betrieblichen Standbein der Altersvorsorge.

Darüber hinaus können Sie auf einem Riester-Vertrag zusätzlich 2.100 Euro pro Jahr ansparen (einschließlich der Zulagen). Damit wären wir bei insgesamt bis zu 6.756 Euro geförderter Altersvorsorge. Riester-Beiträge können Sie voll von der Steuer absetzen – Sozialversicherungsbeiträge sparen Sie hierdurch aber nicht. Doch dies hat auch Vorteile. Denn natürlich entsprechen den Beiträgen an die Sozialversicherungen auch Leistungen. Wer weniger Sozialversicherungsbeiträge zahlt, bekommt auch weniger Arbeitslosengeld, Krankengeld und Rente.

Und was ist nun mit der Basisrente? Sollten Sie tatsächlich mehr als insgesamt 6.756 Euro pro Jahr für die zusätzliche Altersvorsorge erübrigen können, kann es sich für Sie lohnen, sich zusätzlich noch einen Basisrenten-Vertrag zuzulegen.

Für Gutverdiener ist noch wichtig zu wissen: Ihre Steuersparmöglichkeiten für die Basisrente werden durch Ihre Riester-Beiträge und die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge nicht gemindert. Als Alleinstehender können Sie auf einem Basisrentenvertrag maximal 20.000 Euro pro Jahr (gemeinsam veranlagte Verheiratete: 40.000 Euro) ansparen. Von den Höchstförderbeträgen müssen Sie allerdings Ihre kompletten Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung (einschließlich Arbeitgeberbeitrag) abziehen. Falls Sie jährlich beispielsweise 15.000 Euro Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, können Sie 5.000 Euro steuerbegünstigt auf einen Basisrenten-Vertrag einzahlen und 78 Prozent hiervon von der Steuer absetzen. Dies sind 3.900 Euro.

 
Bevor Sie einen Basisrenten-Vertrag abschließen, sollten Sie zunächst einmal Ihre „Riester-Möglichkeiten“ ausschöpfen – als Beamter sind Sie

Bevor Sie einen Basisrenten-Vertrag abschließen, sollten Sie zunächst einmal Ihre „Riester-Möglichkeiten“ ausschöpfen – als Beamter sind Sie schließlich riester-berechtigt. Das bedeutet: Sie können (und sollten) inklusive der staatlichen Zulagen 2.100 Euro pro Jahr auf einem Riester-Vertrag ansparen. Falls dann noch Geld übrig ist, können Sie darüber nachdenken, sich zusätzlich einen Basisrenten-Vertrag zuzulegen.

Vermutlich möchten Sie nun wissen, in welcher Höhe Sie Beiträge steuermindernd gelten machen können. Hierbei müssen Sie folgende Rechnung aufmachen: Von dem Höchstbetrag von 20.000 Euro für Alleinstehende beziehungsweise 40.000 Euro für gemeinsam veranlagte Verheiratete müssen Sie den fiktiven Gesamtbetrag abziehen, den Sie bei Ihrem Gehalt an die gesetzliche Rentenversicherung abführen müssten – wenn Sie denn gesetzlich rentenversichert wären.

Ein Beispiel hierzu: Bei jährlichen Einkünften in Höhe von brutto 50.000 Euro und einem Rentenversicherungsbeitragssatz von derzeit 18,9 Prozent würden von dem Maximalbetrag von 20.000 Euro genau 9.450 Euro abgezogen. Den Rest – also 10.550 Euro – könnten Sie steuerbegünstigt auf einen Basisrenten-Vertrag einzahlen und davon 78 Prozent, das sind 8.229 Euro (gilt für 2014), von der Steuer absetzen. Der Riester-Vertrag „schadet“ bei dieser Rechnung übrigens nicht. 2.100 Euro, die auf einem Riester-Vertrag angespart werden, mindern noch zusätzlich zu dem für die Basisrente errechneten Betrag ihr zu versteuerndes Einkommen.

 
Für Sie ist die Basisrente eigentlich vorgesehen. Diese soll für Sie die Sicherung Ihres Lebensunterhalts im Alter darstellen – genau wi

Für Sie ist die Basisrente eigentlich vorgesehen. Diese soll für Sie die Sicherung Ihres Lebensunterhalts im Alter darstellen – genau wie die gesetzliche Rente für Arbeitnehmer. Wenn Sie nicht anderweitig – etwa als Arzt, Zahnarzt oder Rechtsanwalt – über ein berufsständisches Versorgungswerk vorsorgen, können Sie sogar die vollen steuerlich geförderten 20.000 Euro (40.000 Euro für gemeinsam veranlagte Verheiratete) für einen Basisrenten-Vertrag ausnutzen – und 78 Prozent hiervon von der Steuer absetzen.

Unser Tipp: Falls Sie alleine über die Basisrente fürs Alter vorsorgen, sollten Sie eine klassische Rentenversicherung mit Rentengarantie wählen. Und seien Sie vorsichtig, wenn Sie Ihren Jahresbeitrag festlegen. Vereinbaren Sie mit Ihrem Anbieter im Zweifelsfall lieber eine kleinere feste Einzahlungsrate und die Möglichkeit, flexibel Sondereinzahlungen zu leisten – je nachdem, wie sich Ihre Einkünfte entwickeln. Im Grundsatz gilt für Sie allerdings: Sie sollten bei den Einzahlungen in Rürup-Verträge nicht kleckern, sondern klotzen (wenn Ihre finanziellen Verhältnisse das erlauben). Mit dem Jahresbeitrag von knapp 2.000 Euro, der derzeit durchschnittlich in Rürup-Verträge eingezahlt wird, kommen sie im Alter nicht weit.

Sind Sie bereits anderweitig über ein Versorgungswerk fürs Alter abgesichert, so kommt für Sie zwar ebenfalls die Basisrente in Frage. In diesem Fall können Sie jedoch schon 78 Prozent Ihrer Beiträge in das Versorgungswerk steuerlich geltend machen. Daher können Sie auf einem Basisrentenvertrag nicht den Maximalbetrag von 20.000 Euro (bzw. 40.000 Euro für Verheirate) steuerlich gefördert einzahlen. Sie müssen vielmehr die vollen Beiträge, die Sie ans Versorgungswerk abführen, davon abziehen.

Die Steuersparmöglichkeiten der Basisrente werden Sie allerdings wenig interessieren, wenn Sie als Selbstständiger ohnehin nur wenig oder gar keine Steuern zahlen müssen, sei es weil Ihre Einkünfte so niedrig sind, sei es, weil Sie Ihre Gestaltungsspielräume bei der Steuer so nutzen, dass für den Fiskus kaum etwas zu holen ist. In diesem Fall kommt für Sie möglicherweise statt der Basisrente eine ganz normale private Rentenversicherung in Frage. Diese bietet unter anderem den Vorteil, dass sie im Alter flexibler nutzbar ist als die Basisrente. Denn eine private Rentenversicherung können Sie auch kapitalisieren, das heißt, sich auszahlen lassen und Sie können sie gegebenenfalls zwischenzeitlich beleihen.

Falls Sie befürchten müssen, dass auf Sie im Alter eine höhere Steuerbelastung als im Erwerbsleben zukommt, ist für Sie auch interessant, dass die Beiträge zu einer „normalen“ privaten Rentenversicherung zwar in der Ansparphase (also im Erwerbsleben) nicht von der Steuer abgesetzt werden können. Dafür wird die ausgezahlte Rente im Alter aber auch nur sehr schonend besteuert. Die private Rente muss lediglich mit dem Ertragsteil versteuert werden. Wer beispielsweise mit 65 in Rente geht, für den sind 18 Prozent der Rente steuerpflichtig – bei einer Monatsrente von 500 Euro also 90 Euro.

 

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