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Die Rente und ihr Niveau

Im Zentrum der aktuellen Rentendebatte steht neben der Frage der künftigen Altersgrenze auch die Höhe des Sicherungsniveaus der gesetzlichen Rente ("Rentenniveau"). Es bezeichnet das Verhältnis zwischen dem durchschnittlich im Erwerbsleben erzielten Einkommen und den Bezügen beim Eintritt ins Rentenalter.

Wenn es um die Höhe des Rentenniveaus geht, arbeiten Rentenexperten seit 2005 auf der Grundlage des "Nettorentenniveaus vor Steuern". Dies beschreibt für einen Arbeitnehmer mit 45 Arbeitsjahren, der immer genau durchschnittlich verdient hat, das Verhältnis zwischen seiner Netto-Rente bei Rentenbeginn und seinen bisherigen Netto-Erwerbseinkünften - das heißt Bruttoverdienst nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen sowie dem (fiktiven) Aufwand für die kapitalgedeckte Zusatzvorsorge.

Zudem hat sich seit 2005 die Besteuerung von Alterseinkünften geändert. Während gesetzliche Renten zuvor nur mit einem "Ertragsanteil" besteuert wurden und deshalb meistens steuerfrei blieben, steigt jetzt für jeden Neurentner-Jahrgang schrittweise die steuerliche Belastung. Die Folge: Für jeden neuen Rentner-Jahrgang gibt es auch ein eigenes Rentenniveau. Um dies zu berücksichtigen, wird das Rentenniveau heute "vor Steuern" ermittelt - und auch nur für das Jahr des Rentenbeginns.

Die Rentenreformen von 2001 und 2004 führen dazu, dass das Rentenniveau schrittweise sinkt – nach den jüngsten Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung von 48,0 Prozent im Jahr 2016 bis auf 44,5 Prozent im Jahr 2030. Nach aktuellen Angaben des Bundessozialministeriums würde das Rentenniveau ohne weitere Reformen nach 2030 weiter sinken – bis auf 41,7 Prozent im Jahr 2045. Bei einem Festhalten am derzeitigen Rentenniveau müsste der Beitragssatz demnach von derzeit 18,7 Prozent des Bruttolohns auf 26,4 Prozent im Jahr 2045 steigen.

Die Grafik zeigt, wie sich das Verhältnis zwischen Erwerbseinkünften und

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Autor: Stefan Thissen

Zuletzt aktualisiert am 23.05.2016