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Arbeit + Frührente = besser in den Ruhestand gleiten

Wer im regulären Rentenalter ist, darf zur Rente unbegrenzt hinzuverdienen. Die Rente wird nicht gekürzt. Anders ist das bei Frührentnern. Doch ab Juli 2017 gelten hier neue Regeln: Die Kombination von Teilrente und Lohn wird dann einfacher.

Ab Mitte 2017 gelten auch bei der Teilrente neue Regeln. Hierdurch soll die Kombination von Frührente ab 63 und Arbeit gefördert werden. Wer das reguläre Rentenalter noch nicht erreicht hat, darf nach wie vor nur begrenzt hinzuverdienen.

An diesem Prinzip ändert sich nichts. Wer zu viel verdient, bekommt weniger Rente. Anders gesagt: Er bekommt nur eine "Teilrente". Doch ab 2017 ändern sich die Hinzuverdienstregeln. Statt des bisherigen starren Modells, das nur wenige Abstufungen erlaubte, gibt es nun ein stufenloses "Flexi-Modell". Der Zuverdienst wird nicht mehr in Stufen, sondern gleitend angerechnet. Damit sind - wenn der Arbeitgeber mitspielt - fast beliebig viele Kombinationen von Rente und Teilzeitbeschäftigung möglich.

Das Modell funktioniert folgendermaßen: Künftig gilt keine monatliche, sondern eine jährliche Hinzuverdienstgrenze. Sie liegt bei 6.300 Euro im Jahr. Hierbei handelt es sich um Bruttobeträge. Wer mehr verdient, dessen Rente wird anteilig gekürzt. Das darüber hinausgehende Brutto-Einkommen wird zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Dabei kommt es nicht auf das monatliche Einkommen, sondern auf das Einkommen innerhalb eines Jahres an.

Beispiel: Ein 63-jähriger Rentner verdient innerhalb eines Jahres zusätzlich zu seiner Rente 12.000 Euro brutto. Dies sind (12.000 Euro minus 6.300 Euro =) 5.700 Euro mehr als erlaubt. 40 Prozent dieses Betrags werden auf die Rente angerechnet, also 2.280 Euro. Pro Monat macht das (2.280 / 12 =) 190 Euro. Um diesen Betrag wird die Rente gekürzt. Wichtig dabei: Die Hinzuverdienstgrenze bezieht sich nicht auf zwölf Monate des Rentenbezugs (also etwa auf die Zeit von Mai 2017 bis April 2018), sondern auf Kalenderjahre.

Tipp:

Da die neue Hinzuverdienst-Regelung ab Juli 2017 gilt, bedeutet das: Im zweiten Halbjahr 2017 dürfen Bezieher eines vorzeitigen Altersruhegelds 6.300 Euro zu ihrer Rente hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Wer also beispielsweise im Oktober 2017 in Rente geht, darf in den kommenden drei Monaten jeweils 2.100 Euro zu seiner Rente hinzuverdienen. Das gilt in den kommenden Jahren natürlich genauso: Die 6.300-Euro-Grenze für ein Kalenderjahr gilt im Extremfall auch dann, wenn die Rente erst ab Dezember bezogen wird.

 

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