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Das Tagesgeldkonto: Zinsen & Co.

Natürlich geht beim Tagesgeld der erste Blick auf die Rendite: Gerade in der derzeitigen Niedrigzinsphase ist eine möglichst hohe Verzinsung der Hauptgrund für die Wahl eines Tagesgeldkontos, um verfügbares Geld zu parken. Aber es ist sinnvoll, auch auf andere Kriterien zu achten - hier erfahren Sie, welche das sind.

Münzen einwerfen in blaues Sparschwein

Laufzeit

Die Zinsen für das Tagesgeld sind in der Regel tagesaktuell und können leicht schwanken. Einige Banken geben für ihr Tagesgeld aber eine Zinsgarantie, wenn Sie als Neukunde zur Bank wechseln. Je nach Bank kann die Garantie bis zu 12 Monate betragen - im derzeitigen Zinstief eine Verlockung. Wer im Internet die Konditionen vergleicht, sollte auf die Laufzeit achten.

Prämien

Attraktiv sind Tagesgeldangebote, die neben dem versprochenen Zins vor allem für Neukunden eine Prämie ausloben. Das kann eine Geld-Prämie sein oder auch ein Gutschein oder auch mal ein Zins-Bonus für die ersten Monate.

Die Prämien alleine sollten kein Grund sein, sich für ein Tagesgeld zu entscheiden - aber wenn die Rahmenbedingungen ansonsten stimmen, kann die Prämie renditefördernd wirken.

Einlagensicherung

Was nützt der beste Zins, wenn man der Bank nicht trauen kann, die ihn verspricht. Seit der Finanzkrise wird Sicherheit auch beim Tagesgeld groß geschrieben: In der Euro-Zone greift die europäische Einlagensicherung. Pro Person und Bank sind mindestens 100.000 Euro abgesichert. Viele deutsche Banken haben über die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro pro Person hinaus eine zweite Absicherung.

Gut 170 Geschäftsbanken gehören zum Beispiel dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken an, der Garantien zum Teil in zweistelliger Millionenhöhe ausspricht. Auch Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken stützen sich gegenseitig, sodass die Anleger faktisch unbegrenzten Einlagenschutz genießen.

Zugangssicherheit

Sicherheit spielt aber auch auf einer anderen Ebene eine wichtige Rolle: Beim Zugang zu Ihrem Konto. Viele Banken arbeiten heute beim Tagesgeld mit mobile TANs, die Kunden auf ihr Smartphone erhalten. Damit müssen Sie jede Transaktion separat freigeben.

Andere Geldinstitute arbeiten mit separaten Apps, in denen eine Grafik erzeugt wird, die dann als Freigabeschlüssel dient - dieses System gilt derzeit als eines der sichersten.

Freistellungsaufträge nutzen

Zinsen auf Kapitalanlagen wie eben Tagesgeld müssen natürlich versteuert werden. Tagesgeldzinsen unterliegen der 25-prozentigen Abgeltungsteuer plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag. Kirchenmitglieder zahlen außerdem Kirchensteuer. Die Banken behalten die fälligen Steuern direkt ein und führen diese an das Finanzamt ab.

Steuerfrei bleiben lediglich die durch den Sparerpauschbetrag abgedeckten Zinsen - bis zur Höhe von 801 Euro je Sparer. Bei Ehepaaren sind es 1.602 Euro.

Die Freistellung der entsprechenden Zinseinkünfte erreichen Sie mit einem Freistellungsauftrag in der gewünschten Höhe, den Sie auf Wunsch auch auf verschiedene Banken verteilen können.

Wie eröffnet man ein Tagesgeldkonto?

In der Regel ist das Internet die erste Anlaufstelle. Vergleichsseiten - Adressen siehe unten - ermöglichen es, den aktuell besten Anbieter ausfindig zu machen und direkt die Antragsunterlagen zur Kontoeröffnung auszudrucken. Damit gehen Sie zur Legitimation in aller Regel in eine Postfiliale, die Ihre Daten erfasst und abgleicht. Nach ein paar Tagen erhalten Sie die Kontounterlagen und das Konto ist eröffnet.

Bequemer geht es über das Video-Identverfahren, das einige Banken mittlerweile auch anbieten.

Flexibel bleiben

Wer eine möglichst hohe Rendite erreichen will, muss vor allem eines tun: Regelmäßig aktuelle Angebote vergleichen und die Banken bei attraktiverer Verzinsung oder Neukunden-Angeboten wechseln.    

Tagesaktuelle Vergleichs-Websites für Tagesgelder

  • www.biallo.de
    Finanz-Plattform mit Tagesgeldvergleichen - Angebote auch regional abfragbar
  • www.fmh.de
    Internetseite der Finanzberatung Max Herbst mit ausführlichen Zinstabellen.
  • einlagensicherung.de
    Internetseite des Bundesverbandes deutscher Banken mit Übersicht der Institute, die im Einlagensicherungsfonds angehören

Themenhinweise:

Autor: Oliver Mest

Zuletzt aktualisiert am 28.03.2017