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Rente

02.02.17

450-Euro-Job für Rentner sehr lukrativ

Arbeitgeberbeiträge sorgen für frühzeitige Rendite eigener Rentenbeiträge.

Berlin/Offenbach (drv). Rentner, die nach Erreichen der regulären Altersgrenze eine Beschäftigung ausüben, müssen grundsätzlich keine Beiträge mehr zur Rentenversicherung zahlen. Sie sind versicherungsfrei. Lediglich der Arbeitgeber muss seinen Beitragsanteil zur Rentenversicherung abführen. Die Rente erhöht sich dadurch jedoch nicht mehr.

Durch das Flexi-Rentengesetz können Rentner, die die Regelaltersgrenze erreicht haben, seit dem 1. Januar 2017 schriftlich bei ihrem Arbeitgeber beantragen, dass sie auf die Versicherungsfreiheit verzichten möchten. Das hat zur Folge, dass der beschäftigte Rentner wieder Rentenversicherungsbeiträge zahlen muss. Übt der Rentner eine mehr als geringfügige Beschäftigung aus, gilt die "reguläre" hälftige Beitragstragung (Arbeitnehmeranteil 9,35 Prozent). Bei geringfügigen Beschäftigungen im gewerblichen Bereich beträgt der Arbeitnehmeranteil 3,7 Prozent und bei geringfügigen Beschäftigungen im Privathaushalt 13,7 Prozent.

Wieso sollte ein Rentner noch Rentenversicherungsbeiträge zahlen?

Im Rahmen der Rentenanpassung zum 01.07. erhöhen die Beiträge die Rente. Und zwar nicht nur die eigenen Beiträge, sondern auch die des Arbeitgebers. Und das kann sich richtig lohnen. Lukrativ ist der Verzicht auf die Versicherungsfreiheit insbesondere für geringfügig Beschäftigte im gewerblichen Bereich. Die Aktivierung der Arbeitgeberbeiträge führt hier zu einer Amortisation der eigenen Einzahlungen nach ca. vier Jahren Rentenbezug. Aber auch bei mehr als geringfügigen Beschäftigungen (Amortisation nach ca. neun Jahren) und geringfügigen Beschäftigungen im Privathaushalt (Amortisation nach etwas mehr als 13 Jahren) kann sich der Verzicht auf die Versicherungsfreiheit lohnen.

Besonders rentabel ist die neue Möglichkeit für privat oder freiwillig krankenversicherte Rentner, da bei diesen keine Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung von der Rente einbehalten werden. Vielmehr erhöht sich
der Rentenbetrag aufgrund des Zuschusses zur Krankenversicherung um weitere 7,3 Prozent, sodass sich die eigenen Rentenversicherungsbeiträge noch schneller amortisieren.

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Autor: Deutsche Rentenversicherung

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