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Teil 6: Abzug für immer

Irrtum: Die Abschläge für eine vorzeitige Altersrente enden, wenn ich die Regelaltersgrenze erreicht habe.

  • Susanne Heinrich

"Das glauben viele, ist aber nicht richtig", sagt Susanne Heinrich, Pressesprecherin der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See. Wer eine Altersrente vorzeitig in Anspruch nimmt, muss lebenslange Abzüge in Kauf nehmen. Pro Monat vorzeitigen Rentenbezugs sind das 0,3 Prozent der Rente. Wer also ein Jahr früher in den Ruhestand wechselt, verzichtet auf 3,6 Prozent seiner Rente - quasi der Preis für den früheren Ruhestand.

"Vor einer solchen Entscheidung sollte man sich auf jeden Fall in einer unserer Beratungsstellen über die Konsequenzen informieren", rät Susanne Heinrich. Die Beraterinnen und Berater können genau ausrechnen, was auf einen zukommt. Berücksichtigen muss man nicht nur die Abschläge, sondern auch die geringere Berechnungsgrundlage. Denn wenn man ein Jahr länger arbeitet, fällt die Rente entsprechend höher aus. Bei früherem Bezug ist sie niedriger und davon muss die Rentenversicherung auch noch die Abschläge abziehen.

Bis Ende 2011 liegt die Regelaltersgrenze einheitlich bei 65 Jahren. Dann beginnt der schrittweise Einstieg in die Rente mit 67. Zunächst steigt die Grenze für jeden Geburtsjahrgang ab 1947 um einen, für Jahrgänge ab 1959 um zwei Monate. Wer wann ohne Abschläge in Rente gehen kann, zeigt die folgende Tabelle.

Übrigens: Abschläge wegen vorzeitigem Rentenbezug werden auch auf anschließend gezahlte Hinterbliebenenrenten übertragen.

Anhebung der Altersgrenze für die Regelaltersrente
GeburtsjahrAnhebung der Altersgrenze auf
194965 und 3 Monate
195065 und 4 Monate
195165 und 5 Monate
195265 und 6 Monate
195365 und 7 Monate
195465 und 8 Monate
195565 und 9 Monate
195665 und 10 Monate
195765 und 11 Monate
195866
195966 und 2 Monate
196066 und 4 Monate
196166 und 6 Monate
196266 und 8 Monate
196366 und 10 Monate
196467

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Zuletzt aktualisiert am 15.09.2010