Rente / 06.07.2021

45 Prozent der Beschäftigten gehen nahtlos in Rente

Der Anteil der bis zum Rentenbeginn versicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer hat sich seit 2011 mehr als verdoppelt.

Bild zum Beitrag "45 Prozent der Beschäftigten gehen nahtlos in Rente". Das Bild zeigt einen älteren Arbeiter an einer Maschine.

Bad Homburg (sth). Der Beschäftigungszuwachs des vergangenen Jahrzehnts hat sich bei auch älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern deutlich bemerkbar gemacht. Fast 375.000 der rund 829.000 Frauen und Männer, die 2020 in die Altersrente gingen, waren nach aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Ende des Jahres 2019 noch versicherungspflichtig beschäftigt. Das entspricht einem Anteil von 45,2 Prozent aller neuen Altersrentenempfänger. Im Jahr 2019 waren laut DRV 43,0 Prozent der Beschäftigten bis zum Rentenstart berufstätig, 2010 erst 20,6 Prozent. Die neuen Zahlen wurden jetzt von der Deutschen Rentenversicherung veröffentlicht.

Die Zahl der bis zur Rente versicherungspflichtig Beschäftigten kletterte demnach zwisichen 2010 und 2020 von 139.000 um das 2,7-fache; erst im Jahr 2017 hatte sie erstmals die Marke von 300.000 überstiegen. Besonders stark wuchs die Zahl der vor dem Ruhestand arbeitenden Arbeitnehmer ab 2013: In den folgenden sieben Jahren registrierten die Rentenversicherungs-Statistiker mehr als eine Verdoppelung. In diesen Zahlen nicht enthalten sind die rund 46.500 Neurentnerinnen und -rentner des Jahres 2020, die Ende 2019 noch in einem Altersteilzeitverhältnis gestanden hatten: Sie werden von der Rentenversicherung separat erfasst. Ihr Anteil an den Neurentnern lag demnach bei 5,6 Prozent. 

Autorenbild

Autor

Stefan Thissen