Rente / 30.08.2022

Altersrenten 2021 spürbar höher als Neurenten von 2020

Wer im vergangenen Jahr in den Ruhestand trat, erhielt im Schnitt eine Nettorente von 1.022 Euro – 33 Euro mehr als Neurentner des Vorjahres.

Bild zum Beitrag "Neue Altersrenten deutlich höher als im Vorjahr". Das Bild zeigt die Hände eines älteren Mannes, der Geldscheine in der Hand hält.

Berlin/Frankfurt (sth). Neurentnerinnen und -rentner des Jahres 2021 haben trotz einer Nullanpassung in Westdeutschland und einer nur geringen Rentenerhöhung (0,72 Prozent) in den neuen Bundesländern spürbar höhere Altersrenten erhalten als Ruheständler des Vorjahres. Die rund 858.000 neuen Altersrentnerinnen und -rentner erhielten nach aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung im Durchschnitt eine Netto-Monatsrente von 1.022 Euro. Das waren etwa 33 Euro oder 3,3 Prozent mehr, als Neurenten-Beziehende im Jahr 2020 erhalten hatten. 

Wie in den Jahren zuvor unterschied sich die Höhe neu bewilligter Altersrenten für Männer und Frauen auch 2021 erheblich. So wurden den knapp 449.000 Frauen, die im vergangenen Jahr erstmals eine Altersrente bezogen, im Schnitt monatlich 856 Euro überwiesen. Die knapp 410.000 Männer, die aus Altersgründen aus dem Erwerbsleben ausschieden, bekamen dagegen im Schnitt 1.204 Euro ausgezahlt. Ihre Bezüge waren damit um mehr als 40 Prozent höher als die der neuen Rentnerinnen.

Entscheidend für die individuelle Rentenhöhe ist vor allem die Art der Altersrente, auf die Versicherte nach Ende ihres Berufslebens Anspruch haben. Wer 45 Beitragsjahre auf seinem Versicherungskonto sammeln konnte, bekam 2021 monatlich im Schnitt 1.427 Euro netto – also nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen, die die Rentnerinnen und Rentner selbst zahlen müssen. Wer dagegen, zum Beispiel wegen der Erziehung von Kindern, weitgehend auf eigene Erwerbsarbeit verzichtete oder erst im höheren Erwerbsalter nach Deutschland zuwanderte und einen Job aufnahm, kam bei Anspruch auf die sogenannte Regelaltersrente im Schnitt nur auf durchschnittlich 670 Euro.   

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Autor

Stefan Thissen