Aktuell beleuchtet / 13.09.2018

Auf dem Rad für Reha werben

Reha-Tour 2018 der Deutschen Rentenversicherung Westfalen führt 525 km durch Nordwestdeutschland. Radlerinnen und Radler werben für Rehabilitation und sammeln Spenden für hirnverletzte Kinder.

Teilnehmer der Reha-Tour 2018 der Deutschen Rentenversicherung.

Münster (kr). Drei Reha-Zentren und eine Werft waren Stationen auf der diesjährigen Reha- und Bädertour der Deutschen Rentenversicherung Westfalen. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich in Münster auf den Weg, um in fünf Tagen 525 Kilometer durch Nordwestdeutschland zu radeln. Etappenorte waren Lingen, Papenburg, Oldenburg, Bremen und Bad Essen.

Ziel der Tour ist es, auf die Bedeutung von Rehabilitation aufmerksam zu machen. Rund eine Million Menschen pro Jahr benötigen eine Reha-Maßnahme, um weiter am Arbeitsleben teilhaben zu können. Die Tour soll dabei helfen, einer breiten Öffentlichkeit die Möglichkeiten und Chancen von Rehabilitation zu vermitteln.

Dazu sagt Thomas Keck, Erster Direktor der Deutschen Rentenversicherung Westfalen und Mitinitiator der Reha-Tour: „Reha dient dazu, fit zu werden und es zu bleiben, um wieder zurück an den Arbeitsplatz und damit ins normale, möglichst eigenständige Leben zu kommen.“ Sein Mitstreiter Ludger Peschkes, Geschäftsführer des Berufsförderungswerks Dortmund, ergänzt: „Reha ermöglicht, länger und insbesondere gesünder zu arbeiten.“

Reha vor Ort

Wie das in verschiedenen Indikationsbereichen funktioniert, erkundeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Radtour in verschiedenen Reha-Einrichtungen entlang der Strecke.

In Lingen an der Ems informieren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Reha-Tour im örtlichen Christophorus-Werk über die berufliche Förderung von Jugendlichen mit Beeinträchtigungen. Georg Kruse, Leiter des Berufsbildungswerks, berichtet über die Arbeit der Einrichtung, deren Angebot von der Wohnbetreuung über Kinder- und Jugendhilfe bis zur Werkstatt für behinderte Menschen reicht.

In Oldenburg stellte Geschäftsführerin Karin Vogel das von drei Oldenburger Krankenhausgesellschaften betriebene Rehabilitationszentrum mit 130 ambulanten und 350 stationären Plätzen vor. Indikationsgebiete sind Orthopädie, Traumatologie, Kardiologie und Neurorehabilitation. Dazu kommt eine eigene Klinik für geriatrische Rehabilitation. „Unser Ziel ist eine ganzheitliche Rehabilitation“, erklärte Vogel. Der Schwerpunkt liegt auf der Versorgung der Patienten aus der Region.

In Bad Essen erläuterte Verwaltungsdirektor Dirk Wehmeier das Konzept der Paracelsus-Berghofklinik zur Rehabilitation von alkohol- und medikamentenabhängigen Patienten. Darüber hinaus werden auch Drogenabhängigkeit sowie Spiel- und Mediensucht behandelt. Um den langfristigen Erfolg der Entwöhnungsbehandlung zu sichern, bietet die Berghofklinik auch eine sogenannte Adaptionseinrichtung. Dort werden Patientinnen und Patienten nach einem mehrmonatigen Klinikaufenthalt schrittweise auf das berufliche und gesellschaftliche Leben ohne Sucht vorbereitet.

Spenden für Kinder

Neben der Werbung für Rehabilitation sammeln die Radler Spenden für den Bundesverband Kinderneurologie-Hilfe e.V. mit Sitz in Münster. Der Verband setzt sich seit über 30 Jahren bundesweit für Kinder mit erworbenen Hirnschädigungen nach Kopfverletzungen ein. Daneben widmet er sich zum Beispiel mit dem Präventionsprojekt „Stadthelm“ auch der Vorsorge und dem Schutz vor Kopfverletzungen.

Weitere Informationen

www.kinderneurologiehilfe.de
Internetseite der Kinderneurologie-Hilfe

www.deutsche-rentenversicherung.de
Internetseite der Deutschen Rentenversicherung Westfalen

Autorenbild

Autor

Dr. Michael Krause