Aktuell beleuchtet / 29.07.2013

Berufsstarter sind sofort gesichert

Schon ein Beitrag zur Rentenversicherung genügt, damit im Ernstfall eine Rente fließt.

Zwei Frauen diskutieren im Labor – Bildnachweis: gettyimages.de © Hinterhaus Productions

Düsseldorf (drv). Vom ersten Arbeitstag an sind Auszubildende in der gesetzlichen Rentenversicherung geschützt, erklärt die Deutsche Rentenversicherung Rheinland. Im Fall der Fälle haben Berufseinsteiger Anspruch aus dem Vorsorgepaket der gesetzlichen Rentenversicherung. Verursacht beispielsweise ein schwerer Arbeitsunfall eine volle Erwerbsminderung, können sie Rente erhalten. Diese hat volle Lohnersatzfunktion. Der besondere Schutz gilt auch bei Unfällen auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeit. Grundsätzlich genügt auch hier schon ein einziger Beitrag zur Rentenversicherung, wenn im Unfallzeitpunkt ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis besteht.

Beispiel: Max Mustermann, geboren am 4. Oktober 1994, hat nach der Schule seine Lehre im September 2012 begonnen. Er verdient 530 Euro monatlich. Im Mai 2013 wird er bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt. Seitdem ist er voll erwerbsgemindert. Bis zu seinem Unfall hatte er neun Beitragsmonate zurückgelegt. Für die Rentenberechnung zählen aber nicht nur diese neun Monate, sondern weitere 497 Monate „Zurechnungszeit“: vom Folgemonat des Unfalls bis zum 60. Geburtstag (1. Juni 2013 bis 3. Oktober 2054). Insgesamt erhält Max Mustermann deswegen eine Monatsrente von rund 1000 Euro. 

Azubis auch bei Freizeitunfall oder Krankheit gesichert

Auszubildende sind auch dann geschützt, wenn sie wegen eines Freizeitunfalls oder einer Krankheit nicht mehr arbeiten können und voll erwerbsgemindert werden. Hier gilt die Sonderregel, dass die Rentenvoraussetzungen schon dann erfüllt sind, wenn in den letzten zwei Jahren mindestens ein Jahr eine versicherungspflichtige Beschäftigung bestand. Die normale Mindestversicherungszeit von fünf Jahren ist in diesem Fall nicht erforderlich. Das gilt auch dann noch, wenn die volle Erwerbsminderung bis zu sechs Jahre nach dem Ende einer Ausbildung eintritt.

Auch bei Berufsanfängern gilt der Grundsatz „Reha vor Rente“. Um den Versicherten nach Unfall oder Krankheit den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen, wird zunächst alles getan, um ihre Erwerbsfähigkeit durch medizinische oder berufliche Rehabilitation wiederherzustellen. Diese Rehabilitationsleistungen sind im Versicherungsschutz der gesetzlichen Rentenversicherung enthalten – und zwar ohne Aufpreis!

Weitere Auskünfte gibt es in den Service-Zentren der Deutschen Rentenversicherung Rheinland, bei ihren Versichertenältesten und den Mitarbeitern am kostenlosen Bürgertelefon unter 0800 100048013. 

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