Rente / 05.03.2018

DRV verteidigt neue Rentenbescheide

"Kritik des Rentenberater-Verbandes ist nicht nachvollziehbar". Rentenversicherung vermutet: Arbeitsaufwand privater Berater könnte sinken.

Berlin (drv/sth). Die gesetzlichen Rentenversicherungsträger haben ihre neu gestalteten Rentenbescheide verteidigt. "Die Kritik des Bundesverbandes der Rentenberater an den neuen Rentenbescheiden kann die Deutsche Rentenversicherung in keiner Weise nachvollziehen", heißt es in einer am Wochenende veröffentlichten Mitteilung. Die Rentenversicherer würden sich vielmehr wünschen, "dass auch die Rentenberater die Vereinfachungen und die bessere Lesbarkeit der Rentenbescheide positiv begleiten, auch wenn der neue Bescheid weniger Fragen aufwirft und das Beratungsaufkommen möglicherweise zurückgeht".

Die Rentenversicherung überarbeite derzeit ihre Rentenbescheide, so die Rentenversicherung. Die neuen Dokumente würden "verständlicher und übersichtlicher" und orientierten sich am Informationsbedürfnis der angehenden Rentnerinnen und Rentner. "In dem neuen Rentenbescheid setzt die Rentenversicherung Wünsche der Rentnerinnen und Rentner um, die sie aus Umfragen und Beratungsgesprächen kennt", heißt es. Die wichtigsten Informationen seien auf der ersten Seite des Bescheids zusammengefasst, die Bescheide hätten ein kommentiertes Inhaltsverzeichnis und einen Katalog mit Fragen und Antworten.

Künftig würden die bisherigen Anlagen im Rentenbescheid zu Abschnitten zusammengefasst und durchgehend nummeriert, was die Übersichtlichkeit weiter erhöhe, teilt die Rentenversicherung mit. Dadurch reduziere sich der Umfang der Rentenbescheide "um ungefähr ein Drittel". Zudem werde in den neuen Bescheiden mit gut verständlichen Texten erläutert, wie sich die jeweilige Rente berechnet. Die Rentenversicherung habe den Bundesverband der Rentenberater über die Änderungen beim Rentenbescheid informiert, heißt es in der Hoffnung auf ein Einlenken der Privatberater. 

Autor

 Deutsche Rentenversicherung