Rente / 31.08.2021

Rentenversicherung: Mehr Geld für die Forschung

Im vergangenen Jahr finanzierte das Forschungsnetzwerk Alterssicherung Studien zur Altersvorsorge mit 850.000 Euro – 30 Prozent mehr als 2019.

Bild zum Beitrag "Rentenversicherung unterstützt die Wissenschaft". Das Foto zeigt das Logo der Deutschen Rentenversicherung.

Berlin (sth). Seit 130 Jahren ist die gesetzliche Rente das zentrale Standbein der Alterssicherung der meisten Bundesbürger und mehrerer Millionen Ausländer. Der Haushalt der Deutschen Rentenversicherung umfasste nach jüngsten Angaben der Bundesvorstandsvorsitzenden Anja Piel im Jahr 2020 mehr als 330 Milliarden Euro – und damit etwa drei Viertel der Ausgaben des Bundes von etwa 443 Milliarden Euro. Angesichts dieser Zahlen – und mit Blick auf die politisch gewünschte zunehmende Bedeutung betrieblicher und privater Altersvorsorge – verwundert es nicht, dass sich die Rentenversicherung auch laufend Know-how und Rat aus der Wissenschaft holt.

Zentrales Bindeglied für den Austausch von Rentenexperten und Wissenschaftlern, die zur Sicherheit im Alter forschen, ist seit 20 Jahren das bei der Deutschen Rentenversicherung angesiedelte Forschungsnetzwerk Alterssicherung (FNA). Das FNA unterstützt Forscher und Forschungsprojekte in erster Linie mit Stipendien und Zuschüssen sowie mit der Ausrichtung von Tagungen und Workshops. Im vergangenen Jahr gab die Rentenversicherung dafür nach Angaben des kürzlich veröffentlichten FNA-Jahresberichts 2020 etwa 850.000 Euro aus – etwa 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Seit seiner Gründung im Jahr 2001 – wohl nicht zufällig das Jahr, in dem die sogenannte Riester-Reform beschlossen wurde – bis Ende 2020 bewilligte das FNA dem Bericht zufolge insgesamt 50 Stipendien.

85 Prozent oder knapp 720.000 Euro des FNA-Forschungsbudgets entfielen im vergangenen Jahr auf die Projektförderung. Außerdem bedeutsam waren demnach Stipendien mit etwa 90.000 Euro oder knapp 11 Prozent der Ausgaben. Weitere Unterstützung leistete die Rentenversicherung durch die Ausrichtung von Tagungen und durch die Vergabe eines Forschungspreises. Daneben traten weitere Ausgaben für Veröffentlichungen (Druckkosten), aber zum Beispiel auch für Fachliteratur.

Autorenbild

Autor

Stefan Thissen