Rente / 02.07.2021

Sechs Prozent der Neurentner erhalten Grundrente

DRV Braunschweig-Hannover: Zuschlag zur erworbenen Rente beträgt im Schnitt 75 Euro. „Erwartungen vieler Menschen sind deutlich höher“.

Das Bild zeigt Prof. Michael Sommer, Vorstandsvorsitzender der DRV Braunschweig-Hannover

Prof. Michael Sommer, Vorstandsvorsitzender der DRV Braunschweig-Hannover

Braunschweig (drv/sth). Sechs Prozent der Neurentnerinnen und -rentner haben voraussichtlich einen Anspruch auf die neue Grundrente. Der ab Juli rückwirkend zum Jahresbeginn gezahlte Zuschlag zur selbst erworbenen Rente hat Erwartungen von Experten zufolge eine durchschnittliche monatliche Höhe von 75 Euro. „Aber die Erwartungen vieler Menschen sind deutlich höher”, sagte der Vorstandsvorsitzende der DRV Braunschweig-Hannover, Professor Michael Sommer, am Donnerstag bei der Vertreterversammlung des niedersächsischen Rentenversicherers in Braunschweig. Sommer bezog sich dabei auf eine repräsentative Bevölkerungsumfrage, die sich auch mit Fragen der Grundrente beschäftigt.

Fast jeder vierte Befragte rechnet demnach damit, jetzt oder später eine Grundrente zu erhalten. Mehr als die Hälfte von ihnen kalkuliert mit einem Betrag zwischen 100 und 300 Euro. „Die Ergebnisse dieser Befragung zeigen, dass die Deutsche Rentenversicherung richtig liegt, wenn sie realistische Erwartungen an die Grundrente vermitteln will“, erklärte Sommer vor den Delegierten. Die Vertreterversammlung ist das oberste Selbstverwaltungsgremium der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover.

Die gesetzliche Rente wird immer beliebter

Die Umfrage zeigt nach Angaben Sommers auch, dass die gesetzliche Rente immer beliebter werde. Für 71 Prozent der Menschen sei sie inzwischen „die ideale Form der Altersvorsorge”, sagte der Vorstandsvorsitzende. Mehr Zustimmung erhalte nur die eigene Immobilie. Punkten könne die Rentenversicherung zudem in Vertrauensfragen. Nahezu drei Viertel der Befragten bescheinigten ihr, ein verlässlicher Partner zu sein, erklärte Sommer. Jeder Dritte vertraue ihr sogar „in hohem Maße”.

Seine Amtskollegin, die alternierende Vorstandsvorsitzende Helga Schwitzer, ergänzte, die guten Ergebnisse der Bevölkerungsumfrage kämen nicht von ungefähr. Auch in der Corona-Pandemie habe die Rentenversicherung bewiesen, wie krisenfest sie aufgestellt sei. „Die tatsächliche und auch die prognostizierte Entwicklung der Rentenfinanzen sind besser, als oftmals dargestellt“, so Schwitzer. „Einzelne Medien verunsichern mit ihren Schlagzeilen die Menschen und bringen so das System der gesetzlichen Rentenversicherung in Misskredit. Fakt ist aber: Die Rentenversicherung wird auch in den nächsten Jahren stabil aufgestellt sein", betonte sie.

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 Deutsche Rentenversicherung