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ihre-vorsorge.de: Eine Initiative der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See

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Rente

03.06.11

Rente für Frauen gewinnt an Gewicht

Sie ist ein Auslaufmodell - doch derzeit steigen noch viele Frauen vorzeitig aus dem Job aus.

Bad Homburg (sth). Seit Jahrzehnten gilt sie als Vorzeigebeispiel für den sozialen Ausgleich in der gesetzlichen Rentenversicherung - doch bald geht es ihr an den Kragen: Die speziell für Frauen mit Versicherungszeiten in der zweiten Erwerbsphase entwickelte Altersrente für Frauen gibt es in absehbarer Zeit nicht mehr. Nach 1951 geborene Frauen können beim Weg in die Rente künftig nur noch wählen zwischen der

  • Regelaltersrente (ab 65 Jahren möglich, ab 2012 schrittweise später), 
  • der Altersrente für langjährig Versicherte (ab 63 Jahren mit Abschlägen bis zu 7,2 Prozent möglich, ab 2012 mit steigenden Abschlägen),  
  • der Altersrente für schwerbehinderte Menschen (ab 60 Jahren mit Abschlägen bis zu 10,8 Prozent möglich, ab Geburtsjahrgang 1952 schrittweise später).
  • der Altersrente für besonders langjährig Versicherte (für Frauen mit mindestens 45 Jahren Pflichtbeitragszeiten - ohne Zeiten der Arbeitslosigkeit, Rente ohne Abschläge weiterhin mit 65 Jahren).

Die Altersrente für Frauen steht nur noch jenen weiblichen Versicherten offen, die

  • vor 1952 geboren sind,
  • insgesamt mindestens 15 Jahre Pflichtbeitragszeiten aufweisen, davon
  • mindestens zehn Jahre und ein Monat Beitragszeit nach dem 40. Lebensjahr,
  • das 60. Lebensjahr vollendet haben. 

Auch Altersrente für Arbeitslose und Altersteilzeitler entfällt

Da mit der Altersrente für Frauen - ebenfalls für nach 1951 Geborene - die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit als Weg in den Ruhestand entfällt, werden auch Frauen künftig im Regelfall mindestens bis 63 arbeiten müssen. Dagegen bietet die Altersrente für Frauen derzeit noch die Möglichkeit, bis zu drei Jahre eher aus dem Beruf auszuscheiden - wenn sie auf die dann fälligen lebenslangen Rentenabschläge von bis zu 18 Prozent verzichten können.

In den Vorjahren gingen jeweils etwa 145.000 bis 160.000 Frauen mit Hilfe der Altersrente für Frauen in die Rente. Insgesamt hat diese Form der Rente aber im Laufe der Jahrzehnte enorm an Stellenwert gewonnen, wie aktuelle Analysen der Deutschen Rentenversicherung zeigen. Während 1960 erst 65.000 Frauen im alten Bundesgebiet die erforderlichen Versicherungszeiten aufwiesen, waren es 2009 im vereinten Deutschland bereits 3,68 Millionen - ein Zuwachs um mehr als das 56-fache.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Altersrenten und den jeweils erforderlichen Voraussetzungen sowie eine kostenlose Broschüre gibt es in jeder Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung, am kostenlosen Servicetelefon 0800 1000 4800 oder unter www.deutsche-rentenversicherung.de.  

Mehr zum Thema:   

  • Gesetzliche Rente
    Rentenarten, Beratungsstellen und Rentenversicherungsträger im Überblick.

Autor: Stefan Thissen

Themenhinweise:

Beratung

  • Beratungsstellensuche

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