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Rente

03.05.12

Weiter Streit um Rente für Erziehung

200 Millionen oder 13 Milliarden? Höhere Rente für ältere Kinder kann teuer werden.

Berlin/ Offenbach (sth). Der Streit um höhere Renten für die Erziehung älterer Kinder geht in die nächste Runde. Laut einem Bericht der "Bild-Zeitung" (Donnerstagausgabe) könnte die von Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) vorgeschlagene höhere Rente für die Erziehung von vor 1992 geborenen Kindern 13 Milliarden Euro kosten. Das Blatt beruft sich dabei auf eine Antwort der Bundesregierung zu einer parlamentarischen Anfrage der Linken-Fraktion.

Allerdings sind die Kosten für eine höhere rentenrechtliche Bewertung von Erziehungszeiten vor 1992 regierungsintern umstritten. Die Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Maria Böhmer (CDU), hatte diese Summe Ende vergangener Woche gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" bestritten. "Die 13 Milliarden Euro sind keine realistische Zahl", warnte Böhmer. Mit solchen Zahlen könne man das Thema "ganz schnell von der Tagesordnung nehmen, auf die es aber dringend gehört". Der Betrag war zuvor vom Bundesfinanzministerium genannt worden.

"Anfangs bis 200 Millionen, 2030 bis zu sieben Milliarden"

Das Bundessozialministerium habe errechnet, die tatsächlichen Kosten beliefen sich "anfangs auf 100 bis 200 Millionen Euro, bis zum Jahr 2030 werden sie dann auf 3,5 bis sieben Milliarden Euro jährlich aufwachsen", sagte Böhmer gegenüber der Zeitung. Anschließend würden die Kosten aber wieder sinken, da es irgendwann keine Rentnerinnen mehr geben werde, deren Kinder vor 1992 geboren sind. 

Kauder hatte die höheren Renten für Kindererziehung ins Spiel gebracht, um unionsintern die Zustimmung zum geplanten Betreuungsgeld sicherzustellen. Derzeit gibt es in der Rentenversicherung unterschiedlich hohe Leistungen für die Erziehung von Kindern: Für vor 1992 geborene Kinder erhalten Mütter (oder erziehende Väter) monatlich 27,47 Euro in den alten und 24,37 Euro in den neuen Ländern. Sind die Kinder nach 1991 geboren, beträgt der monatliche Rentenzuschlag 82,41 Euro in den alten und 73,11 Euro in den neuen Ländern.

 

 

Autor: Stefan Thissen

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