Rente / 27.05.2022

20 Prozent der Minijobber rentenversicherungspflichtig

Minijob-Zentrale: Die meisten geringfügig Beschäftigten mit Anspruch auf alle Leistungen der Rentenversicherung arbeiten in Berlin.

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Bochum/Essen (sth). Die während der Corona-Pandemie zunächst deutlich rückläufige Zahl von Minijobbern ist im vergangenen Jahr wieder gestiegen. Nach aktuellen Angaben der Minijob-Zentrale bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) wurden Ende März dieses Jahres knapp 6,2 Millionen geringfügig Beschäftigte im gewerblichen Bereich und knapp 274.000 in Privathaushalten gemeldet. Im Vorjahresvergleich waren damit in der Wirtschaft etwa 11,2 Prozent mehr Minijobber beschäftigt, in Haushalten 3,7 Prozent weniger.

Im Rahmen einer Sonderauswertung ermittelte die Minijob-Zentrale in ihrem neuen Quartalsbericht, in welchen Bundesländern die meisten Minijobberinnen und Minijobber in der Rentenversicherung voll abgesichert sind. Demnach gab es zuletzt in Berlin mit fast 27 Prozent die meisten rentenversicherungspflichtigen 450-Euro-Kräfte. Es folgen das Saarland, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen mit mehr als 21 Prozent. Am geringsten fällt dieser Anteil in Thüringen und Mecklenburg- Vorpommern aus. Hier zahlen nur etwas mehr als 17 Prozent aller Minijobber und Minijobberinnen eigene Beiträge und sichern sich damit den Rund-um-Schutz der gesetzlichen Rentenversicherung. Im bundesweiten Durchschnitt lag der Anteil rentenversicherungspflichtiger Minijobber im März bei 20 Prozent.

„Zusätzlich übt fast die Hälfte aller Minijobberinnen und Minijobber ihre Beschäftigung als Nebenjob aus. Sie sind somit ebenfalls in der Rentenversicherung voll abgesichert“, sagt Rainer Wilhelm, für die Minijob-Zentrale zuständiger Geschäftsführer bei der KBS.

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Autor

Stefan Thissen