Gesundheit / 23.03.2021

30. Reha-Kolloquium: Arbeit, Technik und gutes Leben

Beim virtuellen Kolloqium diskutieren Experten die aktuelle Erkenntnislage zu Prävention, Rehabilitation und Nachsorge in Zeiten von Corona.

30. Reha-Kolloquium: Arbeit, Technik und gutes Leben. – Physiotherapeut hilft Reha-Patientin bei Übungen für das Knie.

Berlin (drv). „Teilhabe und Arbeitswelt in besonderen Zeiten“ ist das Schwerpunktthema des 30. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquiums, das vom 22. bis 25. März 2021 im virtuellen Raum stattfindet. Diskutiert werden der Einfluss der digitalen Transformation auf die Rehabilitation, die Formen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten, aktuelle Erkenntnisse zu Prävention, Rehabilitation und Nachsorge sowie der Umgang mit den Folgen der Pandemie.

Digitalisierung als wichtige Stütze für Innovation

„Innovation in Kooperation kann den Fortschritt beschleunigen und noch mehr Menschen eine berufliche Teilhabe ermöglichen“, so die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, in ihrer Eröffnungsrede. Die Digitalisierung sei in diesem Zusammenhang eine wichtige Stütze. Sie stehe beispielhaft dafür, „dass wir in der Reha immer wieder neue, innovative Wege suchen und finden, um die qualitativ hochwertigen Leistungen weiter zu entwickeln und anzubieten“. Dazu gehöre es auch, unkonventionelle Ideen ergebnisoffen zu betrachten.

Aktive Pandemiebewältigung

Darüber hinaus machte die Präsidentin deutlich, dass die Deutsche Rentenversicherung Menschen mit einem Post-Covid- oder Long-Covid-Syndrom multidisziplinär und mit individuell angepassten Reha-Angeboten unterstützt. Begleitende Forschungsprojekte sollten langfristig neue Erkenntnisse über die Methodenwirksamkeit liefern. „So werden wir von der zunächst reaktiven in eine aktive Pandemiebewältigung oder – besser noch – Zukunftsgestaltung übergehen können“, so Roßbach.

Rehabilitation stärker ins Medizinstudium einbinden

„Wegen der zunehmend erkannten Bedeutung der Rehabilitation ist es gelungen, die wesentlichen Aspekte der rehabilitativen Versorgung viel stärker als bisher in die derzeit laufende Reform des Medizinstudiums zu integrieren“, so der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften, Prof. Dr. Wilfried Mau, in seinem Grußwort. So bezögen sich die in den nächsten Tagen dargestellten Ergebnisse der Rehabilitationswissenschaften ganz selbstverständlich auf Forschung und Lehre wie die zwei Seiten einer Medaille. „Alle Akteure der Rehabilitation und der Rehabilitationswissenschaften haben in den letzten 12 Monaten Beachtliches geleistet“, so Mau mit Bezug auf die Folgen der Pandemie für die rehabilitative Versorgung. Zwar würde eine Vielzahl neuer Fragen aufgeworfen, es böten sich aber auch Chancen für innovative Entwicklungen.

Corona macht neue Rehabiliationskonzepte nötig

„Der Wandel der Arbeit in Zeiten der Pandemie fordert die Rehabilitation dreifach heraus“, erklärte Dr. Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, in seinem Grußwort. Die Funktionsfähigkeit der Einrichtungen müsse unter den Bedingungen der Pandemie sichergestellt werden. Die Pandemie beschleunige den Wandel der Arbeit. Die Erkrankung an Corona und ihre Langzeitfolgen erforderten neue Rehabilitationskonzepte. „Ich sehe, wie sich alle, die in der Rehabilitation arbeiten, dieser Herausforderung stellen. Es geht viel um gemeinsames Lernen. Daher bin ich froh und dankbar, dass die „Reha-Szene“ jetzt zum 30. Forum zusammenkommen konnte. Online natürlich“, so Schmachtenberg.

Autor

 Deutsche Rentenversicherung Bund