Soziales / 28.03.2019

Abbau der Arbeitslosigkeit stagniert

Jobvermittler-Umfrage: Mit der schwächelnden Konjunktur dürfte auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit demnächst ins Stocken geraten.

Bild zum Thema Konjunktur und Arbeitslosigkeit: Logo der Arbeitsagentur mit Menschen im Hintergrund.

Nürnberg (dpa). Die schwächelnde Konjunktur dürfte sich Jobvermittlern zufolge in den kommenden Monaten auch auf den Rückgang der Arbeitslosigkeit auswirken. Sie erwarten, dass die Zahl der Jobsucher zumindest saisonbereinigt nicht mehr zurückgeht, berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in seiner am Mittwoch veröffentlichten Arbeitsmarktumfrage für März. Jeden Monat nehmen die Chefs der 156 deutschen Arbeitsagenturen an der Befragung der Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA) teil.

Neue Arbeitslosenzahlen am Freitag

Die im Rahmen des IAB-Arbeitsmarktbarometers ermittelte Arbeitslosigkeitskomponente fiel im März im Vergleich zum Vormonat um 0,6 auf 99,7 Punkte und liegt damit erstmals seit drei Jahren nicht mehr im positiven Bereich. Die Skala des Barometers, das die Aussichten für die Arbeitslosigkeit signalisiert, reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung). Die Zahl der Arbeitslosen im März will die BA an diesem Freitag in Nürnberg vorstellen.

Entwicklung insgesamt immer noch positiv

„Der Abbau der Arbeitslosigkeit gerät in der Konjunkturdelle ins Stocken“, sagte der Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und Strukturanalysen, Enzo Weber. Die Bedingungen seien aber gut, dass die Arbeitslosigkeit nach der wirtschaftlichen Schwächephase wieder sinken könne. Ökonomen sowie das IAB rechnen für das zweite Halbjahr mit einer Besserung.

Nimmt man noch die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers dazu, gab der Indikator im März im Vergleich zum Vormonat um 0,3 auf 103 Punkte nach – was aber immer noch auf eine insgesamt positive Entwicklung hindeutet. „Konjunkturunabhängige Branchen wie Pflege oder Erziehung bauen weiter Beschäftigung auf, aber auch in der Exportbranche wird es keinen Beschäftigungsknick geben“, so Weber.

Weitere Informationen

www.iab.de
IAB-Arbeitsmarktbarometer

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 Deutsche Presseagentur