Rente / 05.03.2019

Abkommen mit Moldau in Kraft getreten

Seit 1. März können Beschäftigte aus Moldau und Deutschland bei Arbeit im jeweils anderen Land befristet in der Heimat-Sozialversicherung bleiben.

Reisepass auf Weltkarte – Bildnachweis: shutterstock.com © JohannesS

Berlin (bmas/drv/sth). Am 1. März 2019 ist das deutsch-moldauische Sozialversicherungsabkommen in Kraft getreten. Durch das Abkommen wird der soziale Schutz der beiderseitigen Staatsangehörigen im Bereich der jeweiligen Renten- und Unfallversicherungssysteme insbesondere für den Fall koordiniert, dass sich Versicherte im jeweils anderen Vertragsstaat aufhalten. Für die Umsetzung des Abkommens im Bereich Rentenversicherung sind u.a. die Deutsche Rentenversicherung Nordbayern und die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See als Verbindungsstelle für die Republik Moldau zuständig.

Das Abkommen enthält Regelungen zur Vermeidung der Doppelversicherung in beiden Staaten. So gelten für Beschäftigte sowie deren Arbeitgeber zwar grundsätzlich die Rechtsvorschriften desjenigen Staates, in dem die Arbeit ausgeübt wird. Für vorübergehend im anderen Staat eingesetzte ("entsendete") Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird durch das Abkommen aber sichergestellt, dass sie im sozialen Sicherungssystem ihres Heimatlandes bleiben können. Der Entsendezeitraum kann bis zu 24 Kalendermonate betragen.

Die Voraussetzungen für einen Rentenanspruch können durch Zusammenrechnung der in beiden Staaten zurückgelegten Versicherungszeiten erfüllt werden. Die Renten werden in voller Höhe auch in das jeweils andere Land gezahlt, wobei sie aber nur aus den im jeweiligen Vertragsstaat zurückgelegten Zeiten berechnet werden. Auch im Bereich der Unfallrenten ist das Abkommen die Grundlage dafür, dass Zahlungen in uneingeschränkter Höhe in den jeweils anderen Staat geleistet werden können.

Autorenbild

Autor

Stefan Thissen