Soziales / 21.11.2017

Achtung, Scheinselbstständigkeit!

Zwischen den Zeilen: Oft gibt schon die Stellenanzeige Hinweise, ob es sich bei einem Job um Scheinselbstständigkeit handelt

München (dpa/tmn). Freiberufler können Aufträge mit möglicher Scheinselbstständigkeit manchmal schon an der Ausschreibung erkennen. Schreibt ein potenzieller Auftraggeber zum Beispiel von „enger Zusammenarbeit mit dem Team“, von wechselnden Schichten oder sogar von einer betrieblichen Altersvorsorge, sollten die Alarmglocken schrillen. Darauf weist der Verband der Gründer und Selbstständigen (VGSD) hin.

Wer Anweisungen folgen muss, ist nicht selbstständig

Scheinselbstständig ist laut Gesetz, wer trotz vermeintlicher Freiberuflichkeit in die Abläufe des Arbeitgebers eingebunden ist und seinen Anweisungen folgen muss. Die enge Zusammenarbeit mit einem Team oder der Eintrag in einen Dienstplan mit Schichtdiensten können bei einer Betriebsprüfung Kriterien dafür sein.

Direkte finanzielle Folgen müssen Freiberufler dann zwar nicht fürchten – das Risiko trägt der Auftraggeber. Eventuell droht aber der Verlust des Status als Selbstständiger.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst