Gesundheit / 01.08.2019

ADHS: Immer mehr Erwachsene nehmen Medikamente

Während die Anzahl der Verschreibungen von ADHS-Mitteln an Jugendliche sinkt, steigt sie für Erwachsene deutlich

Eine Blisterpackung mit Tabletten und ein Wasserglas auf einem Tisch. Bildnachweis: Getty Images © Westend61

Berlin (dpa) In Berlin bekommen nach einer Analyse der Techniker Krankenkasse immer mehr Erwachsene Medikamente gegen die Verhaltensstörung ADHS verordnet. Die Zahl der Verschreibungen bei Patienten über 18 Jahren sei in den vergangenen drei Jahren um rund ein Drittel gestiegen, teilte die Kasse am Donnerstag mit. Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 habe es bei Verordnungen in dieser Zeit dagegen einen Rückgang um neun Prozent gegeben.

2018 verordneten Berliner Mediziner insgesamt 1566 Erwachsenen und 1155 Kindern und Jugendlichen, die bei der TK versichert waren, Medikamente gegen ADHS.

ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Als Kernsymptome gelten neben übersteigertem Bewegungsdrang und gestörter Konzentrationsfähigkeit auch unüberlegtes Handeln. Ärzte verschreiben nach einer Diagnose Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat. Dazu zählt zum Beispiel Ritalin.

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 Deutsche Presseagentur