Soziales / 03.11.2017

Ärger um freie Tage

Wer bekommt Urlaub, wer nicht: Freie Tage lassen sich oft nicht frei planen. Das sind die Spielregeln für Arbeitgeber und Kollegen.

Berlin (dpa/tmn). Familie treffen, Geschenke auspacken und zu viel essen: Die Tage zwischen Weihnachten und Silvester sind eine besondere Zeit. Das gilt auch für viele Arbeitnehmer: Denn manche würden gerne frei haben, müssen aber arbeiten – im Einzelhandel etwa, in Krankenhäusern oder der Gastronomie. Andere würden vielleicht gerne arbeiten, weil sie Weihnachten gar nicht feiern – dürfen aber nicht, weil ihr Betrieb Ferien macht. Wie sind da die Spielregeln?

Der Arbeitgeber entscheidet

Anderswo und an allen anderen Tagen kann es aber Streit darum geben, wer Urlaub bekommt und wer nicht. Entscheiden muss das dann der Arbeitgeber, erklärt Bredereck, und zwar unter Berücksichtigung sozialer Gründe – schulpflichtiger Kinder etwa – und nach nachvollziehbaren Kriterien. Auch Reihum-Lösungen sind dann erlaubt, nach dem Motto „Du hattest letztes Jahr frei, jetzt bin ich dran.“

Betriebsferien über die Feiertage

Andere Betriebe ersparen sich diesen Ärger, indem sie über die Feiertage schließen. Auch das ist zulässig: „Der Arbeitgeber darf grundsätzlich Betriebsferien anordnen, das gilt auch für die Zeit zwischen den Feiertagen“, erklärt Bredereck. Arbeitnehmer müssen dafür dann Urlaubstage opfern, auch wenn sie eigentlich lieber arbeiten wollen.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst