Gesundheit / 26.03.2020

Ärzte: Mangel an Intensivbetten steht bevor

Wenn Deutschland mit den Intensiv-Kapazitäten an seine Grenzen stößt, müssen Ärzte im Einzelfall über Leben und Tod entscheiden.

Leeres Krankenhauszimmer auf der Intensivstation mit mehreren Monitoren.

Frankfurt (dpa). Wegen der Corona-Krise wird es nach Einschätzung von Ärzten wahrscheinlich auch in Deutschland bald an Betten zur intensiven Betreuung von Schwerkranken fehlen. In einem Schreiben von sieben medizinischen Fachgesellschaften heißt es nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, trotz Erhöhung der Kapazitäten stünden wahrscheinlich in kurzer Zeit „nicht mehr ausreichend intensivmedizinische Ressourcen“ zur Verfügung. Die Ärzte müssten dann Entscheidungen über Leben und Tod treffen.

Die tragische Wahl über Leben und Tod ist unausweichlich

Dazu gibt es der Zeitung zufolge auch einen Katalog mit Handlungsempfehlungen. Entscheidend müssten medizinischer Befund und Wille des Patienten sein. Weiter heißt es: „Wenn nicht mehr alle kritisch erkrankten Patienten auf die Intensivstation aufgenommen werden können, muss analog der Triage in der Katastrophenmedizin über die Verteilung der begrenzt verfügbaren Ressourcen entschieden werden.“ Eine Auswahl, wer akut oder intensiv behandelt werde und wer nicht, sei „unausweichlich“.

Autor

 Deutsche Presseagentur