Rente / 12.12.2019

"Alle Erwerbsgruppen in die Rentenversicherung"

Sozialverband VdK fordert zur Vermeidung von Altersarmut einen grundlegenden Umbau des Rentensystems.

Bild zum Beitrag "Alle Erwerbsgruppen in die Rentenversicherung". Das Bild zeigt Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK

München (dpa). Zur Vermeidung von Altersarmut fordert der Sozialverband VdK einen grundlegenden Umbau des Rentensystems. "Alle Arbeitnehmergruppen, alle Beamtinnen und Beamten, alle Selbstständige, Freiberufler, Abgeordnete und Manager sollen in eine gemeinsame Rentenkasse einzahlen", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Mittwoch in München. In Österreich sei es dank der Umstellung auf eine allgemeine Erwerbstätigenversicherung gelungen, die Altersarmut deutlich zu reduzieren. Der VdK ist mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband in Deutschland.

Um die Altersarmut zu bekämpfen, forderte Bentele zudem "mehr Umverteilung durch eine Wiederbelebung der Vermögensteuer, eine Erhöhung der Erbschafts- und Schenkungssteuer, außerdem die von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) so optimistisch angekündigte Finanztransaktionssteuer und eine Digitalsteuer, um Unternehmen wie Amazon oder Google endlich angemessen zu besteuern".

Auch dürfe das Renteneintrittsalter nicht weiter angehoben werden. Der Mindestlohn müsse auf 12,80 Euro erhöht werden, weil erst dann eine Rente oberhalb der Schwelle der Grundsicherung erwirtschaftet werde, betonte Bentele. Seinen Forderungen will der VdK mit einer Großdemonstration Ende März in München Nachdruck verleihen.

Mehr zum Thema:

www.vdk.de

Informationen des Sozialverbandes VdK zu einer im März 2020 geplanten Demonstration zur Rentenpolitik

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 Deutsche Presseagentur