Rente / 25.08.2020

Altersrente: Rentenversicherung zahlt im Schnitt 954 Euro

Eine neue DRV-Statistik zeigt: Bei der Rentenhöhe gibt es große Unterschiede zwischen Region, Geschlecht und Art der Rente. Wer wo wieviel bekommt.

Berlin (iv). Rund 18,4 Millionen Bürger haben Ende 2019 eine gesetzliche Altersrente erhalten. Das geht aus einer neuen Statistik der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor. Im Schnitt landeten – nach Abzug der Kranken- und Pflegeversicherung – 954 Euro auf dem Konto der Empfänger. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen Region, Geschlecht und Rentenart.

Höhere Durchschnittsrente im Osten

Altersrentner in den neuen Bundesländern erhielten durchschnittlich 1132 Euro – deutlich mehr als Ruheständler in den alten Ländern. Sie bekamen im Schnitt 910 Euro. Das liegt in erster Linie an den längeren Erwerbsbiographien im Osten. Vor allem Frauen haben im Westen oft nur in Teilzeit gearbeitet, während im Osten Vollzeitarbeit bei beiden Geschlechtern üblich war.

Entsprechend fällt auch der Geschlechterunterschied im Osten geringer aus. In den neuen Ländern bekamen Männer durchschnittlich 1264 Euro, Frauen 1033 Euro. Frauen im Westen erhielten dagegen im Schnitt nur 700 Euro, Männer 1169 Euro.

Reguläre Altersrente bringt im Schnitt 675 Euro

Der bundesweite Durchschnittswert beider Geschlechter von 954 Euro relativiert sich, wenn man nach Rentenart aufschlüsselt. Die mit Abstand größte Gruppe der Versicherten – 7,7 Millionen, also gut 40 Prozent – bezog eine reguläre Altersrente. Im Schnitt betrug ihre Regelaltersrente 675 Euro. Auch hier liegen Männer mit 870 Euro klar vor Frauen mit 543 Euro.

Rund 2 Millionen Menschen bezogen eine Rente für langjährig Versicherte nach 35 Beitragsjahren. Sie erhielten im Schnitt 1147 Euro. Besonders langjährig Versicherte kamen sogar auf 1366 Euro. Allerdings hatten nur rund 1,4 Millionen Bürger Anspruch auf die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren.

Über fünf Millionen Hinterbliebenenrenten

Neben den gut 18 Millionen Altersrenten zahlte die Deutsche Rentenversicherung rund 5,6 Millionen „Renten wegen Todes“. Über 80 Prozent davon waren Witwenrenten, die übrigen Witwer-, Erziehungsrenten und Waisenrenten. Weitere 1,8 Millionen Renten wurden wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gezahlt.

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Autor

Boris Dunkel