Finanzen / 13.08.2020

Anleger suchen Sicherheit

Die Corona-Krise verstärkt den Trend zur Sicherheit bei Geldanlagen. Anleger setzen dabei lieber auf Gold als auf Aktien.

Vier Einmachgläser mit Hausmodell, Sparschwein, Goldbarren und Geldmünzen.

Frankfurt/Berlin (dpa). Anleger in Deutschland scheuen einer Umfrage zufolge in der Corona-Krise noch mehr das Risiko. Gut 61 Prozent gaben in einer Studie des Online-Vermögensverwalters Quirion an, bei der Geldanlage stärker auf Sicherheit zu setzen. Fast 45 Prozent erklärten, Edelmetalle, vor allem Gold, seien in der Krise für sie interessanter geworden. Gut 41 Prozent gaben an, ihre Ausgaben künftig zu senken. Für die Umfrage wurden im Juni 2.153 Interviews geführt.

Anleger stellen sich auf schwierige Zeiten an der Börse ein

Den Erfolg ihrer Geldanlage schätzen die Befragten eher bescheiden ein. Ein Drittel gab klar an, ihre Anlagestrategie habe sich auch in der Pandemie bewährt. Nur rund zehn Prozent bestätigten, sie hätten in der Corona-Krise Gewinne erzielt. Die Mehrheit stellt sich auf schwierige Zeiten an der Börse ein. 56 Prozent der Befragten erwarten, der Kapitalmarkt werde wegen der Pandemie noch Jahre angespannt sein.

Wegen der wirtschaftlichen Folgen des Virus waren die Börsen im März eingebrochen. Seitdem haben sich die Aktienmärkte teils deutlich erholt, der Goldpreis erreichte jüngst Rekordhöhen. Viele Anleger hierzulande – die ohnehin als risikoscheu gelten – suchten nun mehr Sicherheit.

Konsequenz aus der Krise: Sparbetrag ist gesunken

Mehr als ein Drittel der Befragten gab in der Umfrage an, sie beschäftigten sich in der Corona-Krise verstärkt mit Geldanlage. Trotz des Strebens nach Sicherheit sind viele Anleger nicht bereit, auf Rendite zu verzichten: Nur knapp 20 Prozent stimmten der Aussage zu, Rendite spiele für sie eine geringere Rolle.

Eine Konsequenz haben die Anleger aus der Krise gezogen: Der durchschnittliche Sparbetrag der Befragten lag im Juni bei 391 Euro – deutlich weniger als bei einer Befragung im November 2019 (616 Euro).

Autor

 Deutsche Presseagentur