Soziales / 02.07.2021

Anteil der Niedriglohnjobs sinkt auf unter 20 Prozent

Immer weniger Menschen arbeiten für einen Lohn von unter 11,50 Euro. Vor allem im Osten ist der Rückgang spürbar.

Minijob Pizza-Lieferdienst: Junger Mann mit Fahrradhelm, Rucksack und FFP2-Maske sitzt auf einem Fahrrad.

Duisburg/Essen (ots/iv). Der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten ist in Deutschland im Jahr 2019 auf 19,9 Prozent gesunken. Er liegt damit erstmals seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns unter 20 Prozent. Insgesamt sind etwa 7,2 Millionen Menschen zu einem Bruttolohn von unter 11,50 Euro beschäftigt. Das zeigt der aktuelle Report aus dem Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Besonders deutlich fällt der Rückgang in den Ost-Bundesländern aus. In den Jahren 2011 bis 2019 hatte sich der Niedriglohnanteil dort von 39,4 Prozent auf 25,3 Prozent erheblich reduziert. Die Autoren der Studie führen das darauf zurück, dass in den meisten Branchen die zuvor unterschiedlichen tariflichen Verdienste in West- und Ostdeutschland angeglichen worden sind.

In Westdeutschland sank der Niedriglohnanteil 2019 moderat auf 18,9 Prozent. Der Höchststand wurde 2011 mit 20,9 Prozent erreicht.

Besonders häufig arbeiteten im Jahr 2019 für einen Stundenlohn unter 11,50 Euro  Minijobber (77 Prozent), unter 25-Jährige (48 Prozent), Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung (44 Prozent) und befristet Beschäftigte (37 Prozent).

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Presseportal (ots)