Gesundheit / 02.01.2019

Anti-Rauch-Hotline stark gefragt

Tausende Anrufer im Monat. Jetzt soll der Service weiter ausgebaut werden.

Eine junge Frau zündet sich eine Zigarette an. Bildnachweis: Getty Images © Peter Zelei Images

Berlin (dpa). Nikotin adé: Die Rauchentwöhnungs-Hotline der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist so gefragt, dass sie nicht alle Anrufe annehmen kann. 13 Berater arbeiten für die Hotline. Sie können nach Angaben der Bundeszentrale nur rund 80 Prozent der eingehenden Anrufe beantworten. Derzeit gebe es etwa 5.500 Anrufer monatlich, teilte die BZgA den Zeitungen der Funke-Mediengruppe auf Anfrage mit. „Fast jeder dritte Anrufende ist jünger als 20 Jahre“, sagte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss den Zeitungen.

Das Angebot soll 2019 erweitert werden

Im Mai 2016 seien es noch rund 1.000 Anrufer im Monat gewesen, hieß es. Damals war eine EU-Richtlinie in Kraft getreten, wonach auf Zigarettenpackungen sowohl Fotos von Gesundheitsschäden durch das Rauchen als auch die Nummer der Entwöhnungshotline abgebildet sein müssen

Auf Initiative der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), soll wegen der starken Nachfrage 2019 eine halbe Million Euro in den Ausbau des Angebots fließen. „In Deutschland sterben jedes Jahr über 120.000 Menschen an den Folgen des Rauchens“, sagte Mortler den Funke-Zeitungen. „Wer mit dem Rauchen aufhört, hat gute Chancen, einige Jahre länger zu leben als Raucher.“

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 Deutsche Presseagentur