Gesundheit / 08.02.2018

Antrag auf Pflegeleistung früh stellen

Für die Leistung der Pflegekasse ist der Zeitpunkt der Antragstellung entscheidend, nicht der Zeitpunkt an dem die Pflegedürftigkeit eingetreten ist.

Berlin (dpa/tmn). Wird jemand pflegebedürftig, beteiligt sich die Pflegekasse an den Kosten für die Pflege. Dafür muss der Antrag bei der Kasse aber möglichst früh gestellt werden, erläutert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in ihrem Ratgeber "Pflegefall - was tun?". Entscheidend für den Leistungsbeginn ist der Zeitpunkt der Antragstellung und nicht, ab wann der Betroffene tatsächlich Hilfe brauchte. Wartet jemand mit dem Antrag mehr als einen Monat - weil er zum Beispiel hofft, dass es ihm bald besser geht - entgeht ihm das Pflegegeld für den ersten Monat der Pflegebedürftigkeit.

Ein Beispiel: Stellt jemand am 20. Dezember einen Antrag auf Pflegeleistungen, kann er rückwirkend ab dem 1. Dezember Leistungen bekommen. Ob die Pflegebedürftigkeit schon im Juli bestand, ist unerheblich, erläutern die Verbraucherzentralen im Internet.

Vertrauensperson kann für Abwicklung bevollmächtigt werden

Zunächst schickt der Pflegebedürftige ein formloses Schreiben an seine Pflegekasse oder ruft dort an. Die Pflegekasse gehört immer zur jeweiligen Krankenkasse. Er bekommt dann ein Antragsformular, das auch ein Angehöriger ausfüllen darf. Unterschreiben muss der Pflegebedürftige allerdings eigenhändig.

Wer sich nicht selbst kümmern kann oder möchte, kann eine Vertrauensperson dazu bevollmächtigen, die Abwicklung mit der Pflegekasse zu übernehmen. In so eine Vollmacht gehören der Name des Pflegebedürftigen und des Bevollmächtigten. Außerdem muss genau drinstehen, in welchen Belangen der Bevollmächtigte den Pflegebedürftigen vertritt.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst