Soziales / 14.06.2019

Arbeit am Wochenende muss nicht immer schlecht sein

Unerledigte Arbeiten liegen zu lassen verursacht meist ein schlechtes Gefühl. Da ist es manchmal sogar besser am Wochenende zu arbeiten.

Bild zum Thema Arbeit am Wochenende muss nicht immer schlecht sein: Mann tippt mit gerunzelter Stirn auf einer Notebook-Tastatur.

Berlin (dpa/tmn). Freitagabend und die Präsentation, die längst fertig sein sollte, steht noch immer nicht. Sollten Berufstätige die Aufgabe bis Montag liegen lassen oder doch mit ins Wochenende nehmen? Manchmal kann es sogar gut sein, Aufgaben zu Hause zu erledigen. Denn wer sonst ständig an seine offenen To-dos denkt, tut der eigenen Erholung nichts Gutes. Das erklärt der Organisationspsychologe Oliver Weigelt von der Universität Rostock in der Zeitschrift „topeins“ (Ausgabe 03/2019) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Unerledigte Arbeiten können die Erholung verhindern

Zwar werde Arbeit in der Freizeit von den meisten als etwas Negatives gesehen. Eine unerledigte Aufgabe liegen zu lassen, verursache aber ebenso ein schlechtes Gefühl. Erleben Beschäftigte am Wochenende einen entscheidenden Fortschritt, weil sie ein To-do fertigstellen, hebe das die negativen Gefühle auf. Erholen können sie sich dann trotzdem, so der Experte.

Übergangsrituale zum Abschalten

Wer Probleme hat, am Wochenende abzuschalten, der sollte Übergangsrituale pflegen. Etwa eine Liste mit unerledigten Aufgaben am Ende des Arbeitstags. Darauf notieren Beschäftigte den Weg, wie sie diese in den kommenden Tagen lösen können. Das mache den Kopf frei für das Wochenende.

Weitere Informationen

topeins.dguv.de
Die Zeitschrift topeins als PDF

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst