Soziales / 08.06.2018

Arbeitsflaute wird zu „Bore out“

Dauernd nichts zu tun – das kann aufs Gemüt schlagen, ist aber keine Ausrede für Privatgeschäfte im Job

Schondorf am Ammersee/Hamburg (dpa/tmn). Erst wochenlang Akkordarbeit, und dann plötzlich nichts mehr zu tun: Im Job kann es immer wieder Phasen geben, in denen nur wenig Arbeit ansteht.

Auch dann dürfen Arbeitnehmer aber nicht gleich auf lange Shopping-Touren im Netz gehen. Das gilt selbst dann, wenn gelegentliches privates Surfen sonst erlaubt oder wenigstens geduldet ist.

Wer es damit übertreibt, muss unabhängig vom Arbeitspensum mit einer Abmahnung rechnen, warnt Coach und Arbeitsrechtlerin Julia Friemel in der Zeitschrift „Emotion“ (Ausgabe 07/2018).

Wenn Langeweile aufkommt: mit dem Chef reden

Langeweile einfach zu erdulden, ist umgekehrt aber auch keine Lösung: Denn langfristig kann das sogar krank machen, als sogenannter Bore-out analog zum Burn-out.

Stattdessen sollten Berufstätige in solchen Fällen das Gespräch mit dem Chef suchen, am besten gemeinsam mit Kollegen: Kommt es immer wieder zu Phasen der Beschäftigungslosigkeit, lässt sich das vielleicht mit Gleitzeit-Regelungen oder der Einführung von Arbeitszeitkonten auffangen.

Autor

 Deutsche Presseagentur – Themendienst