Soziales / 12.03.2019

Arbeitskosten in 2018 gestiegen

Steigende Löhne, höhere Lohnnebenkosten und hohe Tarifabschlüsse – die Arbeitskosten in Deutschland steigen. Und machen Arbeit für Unternehmen teurer.

Bild zum Thema steigende Arbeitskosten: Kurvendiagramm mit Münzstapeln im Hintergrund.

Wiesbaden (dpa). Die gute Konjunktur macht Arbeit in Deutschland für Unternehmen teurer. Im vierten Quartal 2018 stiegen die Arbeitskosten je geleisteter Stunde um 2,0 Prozent binnen Jahresfrist, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Im Gesamtjahr kletterten die Arbeitskosten bereinigt um den Effekt von Kalendertagen um 2,3 Prozent.

Hohe Tarifabschlüsse, steigende Bruttolöhne

Dabei wuchsen die Bruttoverdienste kräftig um 2,4 Prozent. Viele Beschäftigte profitieren angesichts der starken Wirtschaft von steigenden Löhnen, Gewerkschaften handelten zuletzt in vielen Branchen hohe Tarifabschlüsse aus. Zudem ließen höhere Lohnnebenkosten (plus 2,0 Prozent) die Arbeitskosten steigen. Gemessen am Vorquartal gingen die Arbeitskosten zum Jahresende minimal zurück.

Deutschland liegt europaweit unter dem Durchschnitt

Im europäischen Vergleich lag Deutschland unter dem EU-Durchschnitt. So stiegen die Arbeitskosten in der EU im dritten Quartal um 2,8 Prozent, während für Deutschland ein Zuwachs von 2,4 Prozent errechnet wurde. Bei dem Vergleich werden nur die Industrie und privatwirtschaftliche Dienstleistungen berücksichtigt, der öffentliche Dienst und das Gesundheitswesen sind nicht enthalten.

Besonders stark stiegen die Arbeitskosten in den weniger entwickelten Volkswirtschaften im Osten der EU wie Lettland, Rumänien und Litauen, wo unter 10 Euro für eine Stunde Arbeit anfielen. Das ist weit unter dem EU-Schnitt von 26,30 Euro im Jahr 2017. In Deutschland kam mit 34,20 Euro je geleisteter Stunde auf Platz sechs. Am geringsten stiegen die Arbeitskosten in Malta und Slowenien.

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Mitteilung Destatis

Autor

 Deutsche Presseagentur