Soziales / 30.06.2021

Arbeitslosigkeit im Juni kräftig gesunken

Auch die Kurzarbeit geht zurück, meldet die Bundesagentur für Arbeit. Ein Sorgenkind gibt es trotzdem.

Arbeitslosigkeit im Juni kräftig gesunken. – Schild Jobcenter mit Öffnungszeiten.ild

Nürnberg (dpa). Auf dem Weg aus der Corona-Pandemie ist die Arbeitslosigkeit in Deutschland so stark gesunken wie seit zehn Jahren nicht mehr in einem Juni. Im Vergleich zum Mai sank die Zahl der Menschen ohne Job deutlich um 73.000 auf 2,614 Millionen, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mit. Das sind 239.000 Arbeitslose weniger als im Juni 2020. Die Arbeitslosenquote sank bundesweit im Vergleich zum Mai um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich sogar ein Minus von 0,5 Punkten.

  • Arbeitslosenzahl im Juni: –3.000 auf 2.614.000
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: –239.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vormonat: –0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent

Auch Kurzarbeit auf dem Rückzug

Bei der Kurzarbeit habe sich ein spürbarer Rückgang ergeben, hieß es von der Bundesagentur. In der Zeit vom 1. bis 24. Juni habe es lediglich noch neue Anzeigen für 59.000 Personen gegeben. Meist wird für weniger Personen Kurzarbeit tatsächlich in Anspruch genommen als angezeigt. Daten für die tatsächlich realisierte Kurzarbeit liegen der Bundesagentur nur bis zum April vor. In diesem Monat wurde Hochrechnungen zufolge für 2,34 Millionen Menschen Kurzarbeitergeld gezahlt. In der Spitze waren es im April 2020 fast sechs Millionen.

Sorge um den Ausbildungsmarkt

Zum Start des Ausbildungsjahres ist die Situation auf dem Lehrstellenmarkt angespannt. Von Oktober 2020 bis Juni 2021 hätten sich 385.000 junge Leute und damit 32.000 weniger als ein Jahr zuvor auf einen Ausbildungsplatz beworben – bei einem in etwa gleichen Aufkommen von Schulabgängern. 158.000 Bewerber seien im Juni noch unversorgt gewesen. Die Betriebe hatten bis dato 468.000 Lehrstellen gemeldet, 15.000 weniger als im Jahr zuvor. Davon waren 216.000 im Juni noch unbesetzt.

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 Deutsche Presseagentur