Finanzen / 06.06.2018

Arbeitslosigkeit ist Hauptgrund für Überschuldung

Statistisches Bundesamt: Wer eine Schuldnerberatung aufsucht, ist häufig arbeitslos, krank oder geschieden.

Wiesbaden (dpa) Der mit Abstand größte Auslöser für Überschuldung ist Arbeitslosigkeit. Das trifft auf 21 Prozent der Menschen zu, die 2017 eine Schuldnerberatungsstelle aufgesucht haben, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Auch ein über längere Zeit zu niedriges Einkommen führte demnach in 7 Prozent zu hohen Schulden, die möglicherweise nicht mehr zurückgezahlt werden können. Mehr als jede vierte Überschuldung (28 Prozent) geht damit auf ein weggebrochenes oder zu geringes Arbeitseinkommen zurück.

Weitere Hauptauslöser für das Abrutschen in die Schuldenfalle sind:

  • Erkrankung, Sucht oder Unfall (zusammen 15 Prozent) sowie
  • Trennung, Scheidung oder Tod des Partners (insgesamt 13 Prozent).
  • In 12 Prozent der Fälle seien zu hohe Konsumausgaben Hauptursache der Überschuldung,
  • bei 8 Prozent eine gescheiterte Selbstständigkeit .

Die Ergebnisse der Statistiker beruhen auf Angaben von 528 der rund 1400 Schuldnerberatungsstellen in Deutschland zu rund 127 000 beratenen Personen. Die Daten wurden anschließend hochgerechnet.

Autor

 Deutsche Presseagentur