Soziales / 09.02.2018

Auf Frist und Ausgestaltung achten

Teilzeitarbeit möglichst früh und detailliert beantragen

Düsseldorf (dpa/tmn). Arbeitnehmer müssen einen Antrag auf Teilzeit mindestens drei Monate vor deren geplantem Beginn abgeben. Eine bestimmte Form ist dabei zwar nicht vorgeschrieben. Der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) empfiehlt aber, den Antrag immer schriftlich einzureichen. So gibt es im Streitfall Beweise.

Auch die genaue Ausgestaltung der geplanten Teilzeit gehört in den Antrag – also wann jemand arbeiten möchte und wann nicht. Gibt der Arbeitnehmer dies nicht an, kann der Arbeitgeber die Arbeitszeit nach eigenen Wünschen verteilen.

Arbeitgeber kann ein Teilzeitgesuch nicht ohne guten Grund ablehnen

Einfach ablehnen kann der Arbeitgeber den Antrag in der Regel nicht, dafür bräuchte er gute Gründe. Es reicht es zum Beispiel nicht aus, wenn ihm die Teilzeitarbeit organisatorische Schwierigkeiten bereitet – wesentliche Beeinträchtigungen oder unverhältnismäßig hohe Kosten müssen es schon sein.

Außerdem muss der Arbeitgeber den Antrag dann spätestens einen Monat vor dem gewünschten Teilzeitbeginn ablehnen.

Einen Anspruch auf Teilzeitarbeit haben Beschäftigte, die seit mindestens sechs Monaten bei einem Unternehmen mit mindestens 15 Mitarbeitern tätig sind. Ein Rückkehrrecht zu Vollzeit gibt es nur, wenn jemand während der Elternzeit seine Stundenzahl reduziert.

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 Deutsche Presseagentur – Themendienst