Rente / 19.11.2021

Aufschwung verhilft mehr Beschäftigten zu Minijobs

Der Anteil der 450-Euro-Kräfte, die Rentenbeiträge zahlen und Anspruch auf alle Renten-Leistungen erwerben, bleibt im dritten Quartal stabil.

Bild zum Beitrag "Wieder mehr Minijobber im Freizeitbereich".

Bochum (kbs/sth). Der wirtschaftliche Aufschwung in den Sommermonaten hat für deutlich mehr Beschäftigte in Minijobs gesorgt. Die Zahl der Minijobber in der Wirtschaft ist nach aktuellen Angaben der Minijob-Zentrale bis Ende September auf 6,24 Millionen gestiegen. Das seien 1,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Quartalsbericht der Behörde, die Teil der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) ist. Erhebliche Anstiege im Vergleich zum Vorquartal seien vor allem im Gastgewerbe (+ 27,6 Prozent) sowie im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung (+ 26,1 Prozent) zu verzeichnen. Die Zahl der Minijobber in Privathaushalten sei im Vergleich zum Vorjahr dagegen "leicht gesunken", so die KBS.

Stabil bei etwa 20 Prozent blieb dem Bericht zufolge der Anteil der gewerblichen Minijobber, die eigene Rentenbeiträge zahlten und sich damit einen Anspruch auf alle Leistungen der Rentenversicherung sicherten. Im Bereich der Privathaushalte stockten – ähnlich wie im gleichen Vorjahreszeitraum – etwa 13 Prozent der 450-Euro-Beschäftigten die Rentenbeitragszahlungen ihrer Auftraggeber auf den vollen Beitragssatz von 18,6 Prozent auf. Da Haushalte jedoch nur 5 Prozent des Verdiensts an die Rentenversicherung abführen, müssen die Minijobber hier 13,6 Prozent des Lohns selbst als Rentenbeitrag zahlen. In gewerblichen Minijobs sind es nur 3,6 Prozent.  

Mit dem Quartalsbericht stehen auch die Durchschnittsverdienste von Minijobbern für das Jahr 2020 zur Verfügung. Danach lag der durchschnittliche monatliche Verdienst im gewerblichen Bereich im Jahr 2020 bei 310,17 Euro "und ist damit im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken", heißt es in einer Mitteilung des Multi-Sozialversicherungsträgers. Knapp 35 Prozent der Minijobber hätten im Schnitt einen monatlichen Verdienst zwischen 400 bis 450 Euro erzielt. "Im Privathaushalt verdienten etwa die Hälfte der Minijobber (49,9 Prozent) bis zu 150 Euro", so die KBS. Der Durchschnittsverdienst sei hier auf knapp 194 Euro leicht angestiegen. 

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Minijob-Zentrale