Soziales / 30.03.2021

Ausländische Bevölkerung: Niedrigste Wachstumsrate seit zehn Jahren

Deutlich weniger Zuwanderung, aber auch weniger Abwanderung: Die Corona-Pandemie bremst die Mobilität aus. Das gilt auch für die Migration.

Ausländische Bevölkerung: Niedrigste Wachstumrate seit zehn Jahren. – Junges Paar mit Migrationshintergrund sitzt am Frühstückstisch.

Wiesbaden (dpa). Die Zahl der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland ist im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent (204.000) im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Das war die geringste Wachstumsrate der vergangenen zehn Jahre, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Insgesamt waren im Ausländerzentralregister 11,4 Millionen Menschen ohne deutschen Pass registriert.

Rückgang der Nettozuwanderung

Der geringe Zuwachs im Jahr des Beginns der Corona-Pandemie ist auf einen Rückgang der Nettozuwanderung zurückzuführen: Das Ausländerzentralregister registrierte im vergangenen Jahr 740.000 zugezogene und 479.000 fortgezogene Ausländerinnen und Ausländer. Daraus ergibt sich für 2020 eine Nettozuwanderung von rund 262.000 Menschen. Im Jahr 2019 waren noch 923.000 Zugezogene und 547.000 Fortgezogene registriert worden.

Zuwanderung eher aus EU-Staaten

Die Zuwanderung aus EU-Staaten blieb im vergangenen Jahr stabil. So lebten ohne Berücksichtigung der britischen Staatsbürger rund 107.000 beziehungsweise 2,2 Prozent mehr Ausländerinnen und Ausländer aus den EU-Staaten in Deutschland als 2019. Dagegen verringerte sich der Zuwachs aus den sogenannten Drittstaaten außerhalb der EU deutlich von 3,3 Prozent im Jahr 2019 auf 1,5 Prozent im Jahr 2020.

Autor

 Deutsche Presseagentur