Soziales / 24.02.2021

Aussichten für den Arbeitsmarkt trüben sich weiter ein

Ifo-Index: Immer mehr Unternehmen wollen Jobs abbauen. Doch ein Sektor entwickelt sich gegen den Trend.

Aussichten für den Arbeitsmarkt trüben sich weiter ein. – Hand unter einer Grafik von vernetzten Figuren.

München (dpa). Die Einstellungsbereitschaft bei deutschen Unternehmen ist den dritten Monat in Folge gesunken. Das zeigt das Beschäftigungsbarometer des Münchner Ifo-Instituts. Der Index sank um 0,6 Punkte auf 94,5 und damit den niedrigsten Wert seit Juli, wie die Wirtschaftsforscher mitteilten. Nach einem Einbruch im Frühjahr hatte er sich zunächst schnell erholt, die neuen Einschränkungen im Zuge der zweiten Corona-Welle haben diese Entwicklung nun aber umgekehrt.

Einzelhandel bricht weg

Besonders angespannt ist die Situation im Handel. Dort überwiegt die Zahl der Unternehmen, die Jobs abbauen wollen, am deutlichsten im Vergleich zur Zahl der Betriebe, die ihren Personalbestand ausbauen wollen.

„Der Lockdown kostet im Einzelhandel Jobs“, heißt es dazu vom Ifo. Immerhin gab es eine minimale Verbesserung zum Januar. Dagegen verschlechterte sich die Situation im Dienstleistungssektor und Bauhauptgewerbe jeweils deutlich gegenüber dem Vormonat.

Verarbeitendes Gewerbe im Aufschwung

Gegen den Trend entwickelt sich weiter das verarbeitende Gewerbe. Seit dem tiefen Einbruch im Frühjahr geht es dort kontinuierlich und steil nach oben – die Einstellungsbereitschaft ist den Ifo-Zahlen zufolge derzeit weit besser als vor Beginn der Corona-Krise. Allerdings überwiegen im verarbeitenden Gewerbe nach wie vor die Unternehmen, die Jobs abbauen wollen.

Autor

 Deutsche Presseagentur