Soziales / 25.05.2020

BA: Kurzarbeit könnte mehr als 30 Milliarden Euro kosten

Die Arbeitsagentur rechnet damit, dass die erwarteten Kurzarbeit-Kosten ihre Rücklagen aufbrauchen werden. Dann müsste der Bund aushelfen.

BA: Kurzarbeit könnte mehr als 30 Milliarden Euro kosten. – Ein Ordner mit der Aufschrift Kurzarbeitergeld liegt neben Münzen, Geldscheinen, einem Taschenrechner und einem Stift.

Berlin (dpa). Bis zum Ende des Jahres könnten laut Bundesagentur für Arbeit die Kosten für Kurzarbeit mehr als 30 Milliarden Euro betragen. „Der Bund müsste dann aushelfen“, sagte BA-Chef Detlef Scheele dem „Tagesspiegel“ (Montag). Ausgezahlt habe die BA bislang zwar lediglich 2,5 Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld. Dies liege allerdings daran, dass viele Unternehmen noch nicht abgerechnet hätten.

Mehr als 10 Millionen in Kurzarbeit wegen Corona

Insgesamt ist in der Corona-Krise für mehr als zehn Millionen Beschäftigte in Deutschland Kurzarbeit angemeldet worden. Die Nürnberger Behörde geht aber davon aus, dass am Ende nicht alle Personen, für die ein Antrag gestellt wurde, tatsächlich Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen.

Zwar hat die BA derzeit Rücklagen in Milliardenhöhe – ob diese jedoch ausreichen, um die Folgen der Corona-Pandemie für den Arbeitsmarkt abzufedern, ist ungewiss.

Autor

 Deutsche Presseagentur