Finanzen / 04.03.2021

Bafin macht Greensill Bank dicht

Die Bremer Greensill Bank muss sofort ihren Zahlungsverkehr einstellen. Entwarnung für Privatkunden: Ihre Einlagen sind gesichert.

Gruppe von Menschen stehen um einen Tisch mit Finanzcharts, Taschenrechner, Laptop, Smartphone und Stift.

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Frankfurt a.M. (bd). Die Finanzaufsicht Bafin hat mit sofortiger Wirkung ein Moratorium über die Bremer Greensill verhängt. Die Bank muss den Zahlungsverkehr komplett einstellen. Es besteht der Verdacht, dass der australisch-britische Mutterkonzern Sparguthaben in Milliardenhöhe abgezogen hat.

Die Bank hatte in der Vergangenheit mit hohen Zinsen für Tages- und Festgeld geworben, teilweise über Zinsportale wie Weltsparen und Zinspilot. Etwa 1 Milliarden Euro sollen aus Spareinlagen stammen.

Einlagensicherung schützt Sparer

Sparer müssen sich allerdings nicht um ihr Geld sorgen. Im Fall der Greensill Bank greifen mehrere Sicherungssysteme. Die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Entschädigung von bis zu 100.000 Euro je Einleger liegen vor, wenn die Bafin nach Ende des Moratoriums offiziell den Entschädigungsfall festgestellt hat.

Außerdem sind die Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) in der Regel pro Kunde mindestens 750.000 Euro geschützt. Privatkunden seien damit voll umfänglich geschützt, so ein BdB-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

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Autor

Boris Dunkel