Finanzen / 28.12.2020

Bauboom: Bundesbürger setzen immer mehr auf Wohneigentum

Die Deutschen scheinen in Krisenzeiten noch stärker auf die Sicherheit des Eigenheims zu setzen. Die Nachfrage ist enorm gestiegen.

Bauboom: Bundesbürger setzen immer mehr auf Wohneigentum. – Frau sitzt in ihrer Wohnung auf dem Sofa.

Berlin/Stuttgart (dpa). Der Trend zum Eigenheim hat sich 2020 in Deutschland noch einmal verstärkt. So konnten sich die Bausparkassen vor Anfragen nach Baufinanzierungen in diesem Jahr kaum noch retten. Gestützt von einer nochmals gewachsenen Nachfrage nach Wohneigentum und langfristig niedrigen Zinsen, melden sowohl der private als auch der öffentlich-rechtliche Sektor in diesem Bereich deutliche Zuwächse, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

15 Prozent Zuwachs bei Baugeldern

Der Chef des Verbandes der Privaten Bausparkassen, Bernd Hertweck, sagt, er erwarte bei den ausgezahlten Baugeldern zum Jahresende für die von ihm vertretenden Häuser ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zu 2019. Damit dürfte die Marke von rund 30 Milliarden Euro geknackt werden. Die öffentlich-rechtlichen Landesbausparkassen rechnen mit einem Zuwachs in derselben Größenordnung – im Vorjahr hatten sie ihren Kunden 10,8 Milliarden Euro an Baugeldern ausgeschüttet.

In Krisen suchen Bürger Sicherheit unter dem eigenen Dach

Die neuen Zahlen untermauern die These, dass die Bundesbürger in Krisenzeiten ungeachtet aller Existenzsorgen stärker denn je auf Wohneigentum setzen. Die Baubranche meldet beim Wohnungsbau ein Umsatzwachstum von vier Prozent für 2020.

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 Deutsche Presseagentur