Gesundheit / 22.12.2017

Behandlung aus der Ferne

Zwei Jahre im Test: Modellprojekt zur Tele-Sprechstunde genehmigt.

Stuttgart (dpa). Die Landesärztekammer Baden-Württemberg hat ein Modellprojekt zur medizinischen Tele-Sprechstunde für Kassenpatienten genehmigt. Der zunächst auf zwei Jahre angelegte Test zur Fernbehandlung - der Name lautet "DocDirect" - wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg getragen. Eigenen Angaben zufolge bietet die Organisation damit bundesweit erstmals die ausschließliche Fernbehandlung für Kassenpatienten an. Dabei sollen Arzt und Patient am Telefon oder über eine App ins Gespräch kommen. Der Arzt kann auf Grundlage dieser Tele-Sprechstunde eine Diagnose stellen und die Therapie einleiten.

Berufsrechtliche Vorgaben, Datenschutz und Patientensicherheit im Blick

Ein "verantwortlicher Arzt" soll dabei als Mitglied der Landesärztekammer die Einhaltung berufsrechtlicher Vorgaben garantieren. Auch über Patientensicherheit und Datenschutz soll der Mediziner wachen. Aus Sicht von Kammerpräsident Ulrich Clever wird die ärztliche Versorgung der Bevölkerung damit "zukunftsorientiert ergänzt". Bereits im Oktober genehmigte die Landesärztekammer das bundesweit erste Modellprojekt zur ausschließlichen Fernbehandlung von Privatversicherten.

Autor

 Deutsche Presseagentur