Rente / 29.10.2019

Bei Minijob in Elternzeit Beitragsverzicht prüfen

Wer in Elternzeit einen 450-Euro-Job bei einem anderen als dem Hauptarbeitgeber aufnimmt, kann auf die Rentenversicherungspflicht verzichten.

Bild zum Thema Bei Minijob in Elernzeit Beitragsverzicht prüfen: Junge Mutter schaut mit ihrem Kleinkind zusammen ein Bilderbuch an.

Bad Homburg (aze). Soll eine junge Mutter in Elternzeit freiwillig darauf verzichten, in ihrem 450-Euro-Job Rentenversicherungsbeiträge zu zahlen? Diese Frage stellt Userin Kathrin im Expertenforum von Ihre-Vorsorge.de. Ihre hauptsächliche Tätigkeit ruht aufgrund der Elternzeit, den Minijob möchte sie bei einem anderen Arbeitgeber ausüben. Dieser stellt ihr einen Verzicht auf die Beitragszahlung frei. Doch Kathrin fürchtet eine Rentenlücke und wendet sich deshalb an die Deutsche Rentenversicherung.

Kindererziehungszeit wird als Pflichtversicherungszeit angerechnet

Der Experte im Forum hat natürlich Rat für die verunsicherte Mini-Jobberin: „Sofern Sie ein Kind unter drei Jahren erziehen, bekommen Sie durch den Rentenversicherungsträger die dreijährige Kindererziehungszeit als Pflichtversicherungszeit im Nachhinein angerechnet, sobald das Kind mindestens drei Jahre alt ist.“

Sollte die Fragestellerin nach drei Jahren wieder in ihre alte Berufstätigkeit (Teilzeit oder Vollzeit) zurückkehren, könnte sie sich also jetzt von der eigenen Beitragszahlung im Mini-Job befreien lassen, da sie dann durch die Kindererziehungszeit und die spätere Berufstätigkeit durchgehend Pflichtbeiträge in der Rentenversicherung hätte.

Weitere Informationen

Die Experten der Deutschen Rentenversicherung stehen im Forum auch für Ihre Fragen zur Verfügung.

Die Original-Frage findet sich hier:
www.minijob-zentrale.de

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Autor

Anne Zegelman