Finanzen / 29.08.2018

Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt

Koalition beschließt Entlastung um 0,5 Prozent ab 1. Januar 2019 – Ausgleich für steigenden Pflegebeitrag

Berlin (kma/dpa). Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung soll um 0,5 Prozentpunkte sinken. Darauf hat sich die Große Koalition am Dienstagabend geeinigt. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen vom 1. Januar 2019 an 0,4 Prozentpunkte – und befristet bis 2022 zusätzlich 0,1 Prozentpunkte – weniger.

Künftig gehen künftig also nur noch 2,5 statt bisher 3 Prozent vom beitragspflichtgen Bruttogehalt ab. Bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 3.156 Euro im Monat (Angaben der Rentenversicherung für 2018) würden 94,68 Euro an Arbeitslosenversicherungsbeitrag anfallen. Wird er im nächsten Jahr um 0,5 Prozent gesenkt wird, macht dies nur noch 78,9 Euro aus.

Ausgleich für steigenden Pflegebeitrag

Senkung beim Arbeitslosenbeitrag soll auch ein Ausgleich für steigende Pflegebeiträge sein. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will sie ebenfalls zum 1. Januar nicht nur wie zunächst geplant um 0,3 Punkte anheben, sondern um 0,5 Punkte. Derzeit liegt der Satz bei 2,55 Prozent des Bruttoeinkommens. Kinderlose zahlen 2,8 Prozent.

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Autor

Katja Mathes