Rente / 13.09.2017

Beitragsbemessungsgrenze soll steigen

Voraussichtliche Werte der Sozialversicherung für 2018 liegen vor

Offenbach (kma). Gutverdiener müssen ab dem kommenden Jahr voraussichtlich erneut etwas höhere Sozialabgaben zahlen. Die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung sowie der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung soll 2018 steigen. Das geht aus dem Referentenentwurf der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung, den das Bundessozialministerium am Montag veröffentlichte. Dem Entwurf muss der Bundesrat zustimmen (siehe auch Link unten). 

Der Vorlage des Ministeriums zufolge soll die Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der allgemeinen Rentenversicherung und der Arbeitslosenversicherung von derzeit 6.350 Euro im Monat (West) auf 6.500 Euro steigen. Im Jahr wären das 78.000 Euro statt wie bisher 76.200 Euro. Für die neuen Bundesländer soll die BBG von 5.700 Euro auf 5.800 Euro im Monat oder 69.600 Euro im Jahr steigen. In der knappschaftlichen Rentenversicherung soll die BBG bei 96.000 Euro (West) und 85.800 Euro (Ost) liegen.

Höhere Hürde für private Krankenversicherung

Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung soll von 4.350 Euro auf 4.425 Euro im Monat oder 53.100 Euro pro Jahr steigen. Sie gilt für die neuen wie die alten Bundesländer.

Wer von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln will, muss künftig voraussichtlich etwas mehr verdienen: Die Versicherungspflichtgrenze steigt von 57.600 Euro auf 59.400 Euro.

Die Bezugsgröße soll von 2.975 Euro (West) auf 3.045 Euro steigen. Und das vorläufige Durchschnittsentgelt in der Rentenversicherung soll künftig bei 37.873 Euro liegen (2017: 37.103 Euro).

Beiträge ab BBG konstant

Die Beitragsbemessungsgrenze beschreibt die Höhe des Einkommens, bis zu dem Beiträge zur Sozialversicherung erhoben werden. Darüber liegende Verdienstbestandteile bleiben beitragsfrei, der Beitrag zur Sozialversicherung damit konstant. Der prozentuale Anteil der Sozialversicherungsbeiträge am Bruttoeinkommen sinkt.

Die Rechengrößen 2018 sind an die Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter aus dem Jahr 2016 gekoppelt.

Mehr zum Thema:

www.bmas.de

Link zum Referentenentwurf der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2018 (im pdf-Format)

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Autor

Katja Mathes