Rente / 12.08.2019

Beratungsbedarf zur Flexirente ist groß

Die 2017 eingeführte Flexirente beschäftigt die Versicherten in Rheinland-Pfalz. 2018 ließen sich etwa 28.500 Menschen dazu beraten.

Bild zum Beitrag "Beratungsbedarf zur Flexirente ist groß". Bild zeigt Hans-Georg Arnold, Pressesprecher der DRV Rheinland-Pfalz

Hans-Georg Arnold, Pressesprecher der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz

Speyer/Mainz (dpa/lrs). Die vor rund zwei Jahren eingeführte Flexi-Rente ist in Rheinland-Pfalz gefragt und beratungsintensiv. Im ersten Jahr seit der Einführung war die Flexi-Rente das Thema von 21.104 Beratungen, meist in persönlichen Gesprächen, wie der Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz, Hans-Georg Arnold, der dpa in Mainz sagte. Das war etwa jede zehnte Beratung.

Auch 2018 hatten die Versicherten noch viele Fragen zur Flexi-Rente: 28.426 Beratungen zu dem Thema wurden gezählt - eine Quote von 13,4 Prozent. "Auf ähnlich hohem Niveau liegen die Zahlen für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres", sagte Arnold. 14.632 Beratungstermine wurden 2019 bereits registriert, das entspricht einem Anteil von 12,8 Prozent. Auch bei der Bürgerbeauftragten des Landes gehen Anträge zu dem Thema ein, wenn Versicherte Probleme mit den Berechnungen haben.

In rund zwei Dritteln der Beratungen ging es um die Kombination von Rente und zusätzlichem Verdienst, wie Arnold sagte. Zur vollen Rente dürften die Versicherten bis zu 6.300 Euro im Jahr verdienen. In dem anderen Drittel der Beratungsgespräche wollten die Menschen wissen, wie hohe Beiträge sie zahlen müssten, um Abschläge zu vermeiden, wenn sie vorzeitig in Rente gehen. Solche Beiträge zum Ausgleich von Rentenabschlägen könnten schon ab 50 Jahren gezahlt werden, vorher war dies erst ab 55 Jahren möglich.

Interesse an Teilrente wächst langsam

Das Interesse an Teilrenten wachse auf niedrigem Niveau, sagte Arnold. Ende 2017 bekamen 246 Rheinland-Pfälzer eine Teilrente. Ein Jahr später waren es 1.198. Interessant sei diese Rente vor allem für Menschen, die eine Altersrente beziehen, aber noch nicht die Regelaltersgrenze erreicht haben. Bei einem zusätzlichen Verdienst über der Freigrenze von 6.300 Euro könnten Teilrente und Verdienst so miteinander kombiniert werden, dass es unterm Strich keine finanziellen Nachteile gebe.

Die Beiträge zum Ausgleich von Abschlägen sind bei der Rentenversicherung Rheinland-Pfalz 2019 nach deutlichen Zuwächsen in den beiden Vorjahren wieder gesunken. Vor der Einführung der Flexi-Rente 2016 lag die Summe bei rund 1,2 Millionen Euro. 2017 war sie mit 2,5 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch - 2018 stieg sie sogar auf 5,7 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2019 hat sich der Zufluss auf 1,4 Millionen Euro verringert. Diese Beiträge würden häufig aus Vorruhestandsprogrammen der Wirtschaft gezahlt.

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Autor

 Deutsche Presseagentur