Gesundheit / 19.06.2020

Berufskrankheiten: Asbest bleibt häufigste Todesursache

Neue Zahlen der DGUV: Krebserregendes Asbest hat 2019 – wie auch in früheren Jahren – zu den meisten berufsbedingten Todesfällen geführt.

Arzt hört einen älteren Patienten mit dem Stethoskop am Rücken ab.

Berlin. (DGUV). Der Kontakt mit dem krebserregenden Mineral Asbest war auch 2019 die häufigste Ursache für Todesfälle infolge einer Berufskrankheit. Das geht aus einer Erhebung der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hervor, die die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) veröffentlicht hat.

2019 entschieden Berufsgenossenschaften und Unfallkassen in 78.234 Fällen über die Anerkennung einer Berufskrankheit. Der Verdacht auf eine Berufskrankheit bestätigte sich in 35.264 Fällen. Das sind 2.741 Fälle weniger als im Vorjahr. In fast der Hälfte dieser Fälle lag eine beruflich verursachte Hauterkrankung vor.

Die meisten berufsbedingten Sterbefälle gehen auf Asbest zurück

4.667 Versicherte erhielten erstmals eine Rente aufgrund einer Berufskrankheit. Damit lag die Zahl fast auf Vorjahresniveau. 2.555 Versicherten verstarben in Folge einer Berufskrankheit, 120 Menschen mehr als 2018. Die häufigste Ursache dafür war der berufliche Kontakt mit Asbest.

Weitere Informationen

www.dguv.de
Kennzahlen der DGUV zu Beruffskrankheiten 2019 (PDF)

Autor

 ihre-vorsorge.de