Rente / 07.12.2017

Beschäftigtenzahl zum 8. Mal gestiegen

Versichertenbericht der Deutschen Rentenversicherung belegt anhaltenden Aufschwung bei Erwerbstätigkeit.

Berlin/Bad Homburg (sth). Die Zahl der sogenannten aktiv Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung ist 2015 "im achten Jahr in Folge" gestiegen. Am Ende des vorletzten Jahres habe es mit rund 37 Millionen Menschen, auf deren Rentenversicherungskonto im Jahresverlauf eine Bewegung zu verzeichnen gewesen sei, etwa 544.000 mehr Versicherte gegeben als ein Jahr zuvor, heißt es im "Versichertenbericht 2017" der Deutschen Rentenversicherung. Der zum vierten Mal veröffentlichte Bericht erläutert die Veränderungen im Bestand der rentenversicherten Personen im Jahr 2015. Die Versichertendaten selbst wurden bereits im Frühjahr dieses Jahres veröffentlicht (siehe auch Link unten).

Dem 117 Seiten umfasssenden Bericht zufolge hat sich die seit Jahren von der Bundesagentur für Arbeit registrierte Zunahme bei der Erwerbstätigkeit älterer Arbeitnehmer auch in der Versichertenstatistik der gesetzlichen Rentenversicherer niedergeschlagen. Die Zahl der "aktiv Versicherten" im Alter zwischen 60 und 64 Jahren habe Ende 2015 bei rund 2,5 Millionen gelegen, das waren 60.000 mehr als im Vorjahr. Insgesamt stieg die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten laut Bericht im Verlauf des Jahres 2015 um mehr als 630.000 auf knapp 30 Millionen. Das entspricht einer Zunahme von 2,2 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Knapp 16 Millionen rentenversicherten Männern standen gut 14 Millionen weibliche Beschäftigte gegenüber.

Fast eine halbe Million mehr Zuwanderer

Die Zahl der aktiv Versicherten mit ausländischer Staatsangehörigkeit sei 2015 erneut um knapp eine halbe Million gestiegen, stellten die Rentenversicherungs-Statistiker fest. Im Jahr zuvor hatte der Anstieg bei "nur" rund 370.000 gelegen. Die weitere Zunahme bei den Rentenversicherten mit fremdem Pass sei vor allem auf verstärkte Zuwanderung "aus den mittel- und osteuropäischen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, der Türkei und Syrien" zurückzuführen gewesen, heißt es im Versichertenbericht. Allerdings seien 2015 etwa 56 Prozent der Zuwanderer, die erstmals 2011 rentenrechtliche Zeiten erworben hätten, wieder aus der aktiven Versicherung ausgeschieden.

Ein Schwerpunktthema des diesjährigen Versichertenberichts ist die Entwicklung der Erwerbstätigkeit junger Eltern im Jahr nach der Geburt eines Kindes. So waren Ende 2011 etwa 45,3 Prozent der Versicherten, die 2012 erstmals ein Kind bekamen, rentenversicherungspflichtig beschäftigt. Ende 2012 sank diese Rate wegen der häufig genutzten "Babypause" auf 9,5 Prozent. Ende 2015, als die 2012 geborenen Kinder drei Jahre alt waren, habe der Anteil der Beschäftigten wieder bei 42,2 Prozent gelegen – allerdings auch wegen der 2013 eingeführten Versicherungspflicht für Minijobber, räumen die Statistiker ein.

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zum Versichertenbericht 2015 der Deutschen Rentenversicherung 

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Autor

Stefan Thissen